Eichenprozessionsspinner sorgt für Unterrichtsausfall an der Wilhelm-Röntgen-Realschule

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Es ging alles ganz schnell: Schüler entdeckten den Eichenprozessionsspinner auf dem Schulgelände, dann war klar: der Unterricht fällt aus, zu gefährlich. Aber das Ende der Raupe war nah.

Kreuzviertel

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Aufmerksamen Schülern der Röntgen-Realschule ist es zu verdanken, dass die gefährlichen Raupen auf dem Schulgelände an der Kreuzstraße schnell entdeckt wurden. Die Jugendlichen entdeckten den Eichenprozessionsspinner an drei Bäumen auf dem Schulgelände. Inzwischen ist die Schule wieder freigegeben.

Die Entscheidung fiel schnell: Der Unterricht war am Mittwoch um 12.30 Uhr beendet, am Donnerstag, 13. Juni, fällt der Unterricht aus. Die Schulleitung informierte die Schulverwaltung und die eine Fachfirma zum Absaugen der Tiere.

Eichenprozessionsspinner sorgt für Unterrichtsausfall an der Wilhelm-Röntgen-Realschule

Ein Schild an der Eingangstür weist auf den Unterrichtsausfall hin © Britta Linnhoff

Die Firma rückte bereits am Donnerstagvormittag an. Ein echter Glücksfall, denn die Raupenkiller kommen mit dem Absaugen der Tiere angesichts des massenhaften Befalls derzeit kaum nach. Die Raupen der drei befallenen Bäume jeweils vor dem Haupteingang und einem hinteren Eingang hatten der angerückte Trupp schnell im wahren Sinn des Wortes im Sack. Die Tiere wurden abgesaugt und landeten in einem großen Beutel.

Eichenprozessionsspinner sorgt für Unterrichtsausfall an der Wilhelm-Röntgen-Realschule

Wie "Menschen vom Mond" sehen die Fachleute aus, die mit einem Sauger die Tiere von den Bäumen holen. © Britta Linnhoff (A)

Raupen-Bekämpfer sehen aus wie „Menschen vom Mond“

Schulen und Kindergärten haben bei der Bekämpfung der Tiere grundsätzlich Vorrang. Aber die Wilhelm-Röntgen-Realschule konnte noch ein Argument in die Waagschale werfen: „Wir sind Standortquartier für den Evangelischen Kirchentag“, sagt Stefan Bannenberg, stellvertretender Schulleiter.

Soll heißen: Betreuer des Kirchentags nutzen das Schulgebäude als Unterkunft. Und weil das Quartier auf jeden Fall benötigt wird, müssen die gefährlichen Tiere schleunigst weg. Die Experten einer Fachfirma machten sich direkt am Donnerstagmorgen an die Arbeit. „Ich dachte, die sehen aus wie Menschen vom Mond“, erzählt Bannenberg von seinem ersten Eindruck der Fachleute, die dick eingepackt und geschützt zu Werke gingen. Am Freitag ist für die Röntgen-Realschüler wieder Unterricht.

Die benachbarten Schulen waren nicht betroffen

Die Wilhelm-Röntgen-Realschule mit ihren 460 Schülerinnen und Schülern liegt in einem Schulzentrum an der Kreuzstraße. Das Leibniz-Gymnasium direkt nebenan war nicht betroffen. Hier fand der Unterricht ganz normal statt; ebenso wie in der benachbarten Kreuz-Grundschule und der Johannes-Wulff-Schule.

Eichenprozessionsspinner sorgt für Unterrichtsausfall an der Wilhelm-Röntgen-Realschule

So sehen sie aus, die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Derzeit sind viele Bereich der Stadt betroffen. © picture alliance/dpa

Der Eichenprozessionsspinner halten derzeit die Stadt in Atem. Im gesamten Stadtgebiet - vor allem in den nördlichen Stadtteilen - gibt es derzeit gesperrte Bereiche. Die Stadt warnt ausdrücklich davor, diese trotzdem zu betreten. Denn: Die Haare der Raupen verursachen bei Menschen Juckreiz, Hautrötungen oder sogar Bindehautentzündungen. Gelangen sie in die Atemwege, führt dies zu Entzündungen und Atemnot.

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