Eigene Chilis machen das Gulasch richtig scharf

hzGarten-Serie

Ein bisschen Platz zum Spielen, Blumen, Obst und Gemüse – im Garten von Katalin und Imre Janosi gibt es Vieles, was man kennt. Aber auch ein kleines Stück Ungarn.

Kirchlinde

, 15.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Katalin (76) und Imre Janosi (75) in ihrem Garten Gäste empfangen, dann gibt es Gulasch. Echtes ungarisches Gulasch, so wie es Katalin Janosi damals in Mohács von ihrer Großmutter gelernt hat.

Dieses Gulasch hat es in sich, es brennt richtig im Mund, verrät ihr Mann Imre. Denn Katalin Janosi würzt das Essen in ihrer Küche mit Chilis und scharfen Paprika, die sie selbst im Garten anbaut.

Erstmal in den Garten

Überhaupt, wenn Katalin Janosi kocht, geht sie in der Regel erstmal in den Garten. Gerade sind die Tomaten dran und werden in dem Treibhaus, das ihr Mann selbst gezimmert hat, richtig groß und schmackhaft.

Die Tomaten gedeihen bei den Janosis in diesem Jahr prächtig.

Die Tomaten gedeihen bei den Janosis in diesem Jahr prächtig. © Holger Bergmann

Auch die Zucchini-Ernte war in diesem Jahr hervorragend. Kaum ein Nachbar, Verwandter oder Bekannte, dem Katalin Janosi nicht einen der prallen Sommerkürbisse überreicht hat.

Ernten wie Geschenke bekommen

Das Paar liebt seinen Garten, über alles, was sie ernten, freuen sie sich wie über ein Geschenk. Etwa über den Feigenbaum. Der trägt nicht jedes Jahr gleich gut, aber in diesem Jahr überhäuft er die Kirchlinder mit makellosen, süßen Feigen in Massen. „Man pflückt die reifen Feigen und nach drei Tag muss man wieder ernten“, schwärmt Imre Janosi.

So sieht eine echte ungarische Gulasch-Kanone aus. Wenn das Kirchlinder Paar Gäste hat, wird das Gulasch in diesem Topf serviert.

So sieht eine echte ungarische Gulasch-Kanone aus. Wenn das Kirchlinder Paar Gäste hat, wird das Gulasch in diesem Topf serviert. © Holger Bergmann

Seit 32 Jahren leben die beiden in Kirchlinde. Das Haus an der Heribertstraße haben sie gekauft. Hinter dem Haus fanden sie nur einen verwahrlosten Rasen. Der wurde mühsam komplett umgegraben und in einen Nutzgarten verwandelt.

So wurde der Garten größer

Dann nahm eines Tages der Bauer Kontakt zu ihnen auf, dessen Feld hinter dem Garten liegt. An dieser Stelle war das Feld verwinkelt. Der Bauer hatte Probleme, mit dem Traktor dort zu manövrieren. Er bot ihnen ein kleines Stück Feld an, Imre und Katalin Janosi griffen zu.

Auch Wein rankt entlang einer Laube in dem Garten an der Heribert-Straße.

Auch Wein rankt entlang einer Laube in dem Garten an der Heribertstraße. © Holger Bergmann

Damals wanderte der Nutzgarten in den neuen Bereich und der alte Garten zum klassischen Garten mit Blumen, Rasen und Spielmöglichkeit. Erst für die Enkel, dann für die Urenkel.

Enkelin begeistert sich auch für den Garten

Regie im Garten führt Katalin Janosi, die damit die Tradition ihrer Großmutter fortführt und die glücklich ist, in ihrer erwachsenen Enkelin das gleiche Interesse entdeckt zu haben.

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Die Janosis hat die Corona-Krise ganz speziell getroffen. Normalerweise besuchen die beiden ihre Familie in Ungarn jedes Jahr für mehrere Wochen. Ganz nebenbei kümmern sie sich dann auch um einen kleinen Weinberg, den sie dort an der Donau besitzen.

Dahlien und Oleander in vielen Farben und Formen sind ein weiteres Hobby von Katalin Janosi.

Dahlien und Oleander in vielen Farben und Formen sind ein weiteres Hobby von Katalin Janosi. © Holger Bergmann

Das ist in diesem Jahr ausgefallen. Doch Imre Janosi bleibt gelassen. Der Wein, der dort produziert wird, bleibt sowieso in der Familie. Deshalb haben die Janosis in diesem Jahr zum ersten Mal Urlaub im eigenen Garten gemacht.

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