So soll das Wohnungsbauprojekt in der Innenstadt aussehen. Es entstehen etwa 20 bis 25 Eigentumswohnungen. Eine Baugenehmigung liegt vor, das Grundstück ist verfügbar. Interessierte können sich melden.
Immobilien in Dortmund

Eigentumswohnungen in der Dortmunder Innenstadt warten auf Bewerber

Im Dortmunder Innenstadtbereich entstehen 20 bis 25 neue Eigentumswohnungen. Es handelt sich um ein spezielles Neubauprojekt. Das Beste: Alle Wohnungen sind noch zu bekommen.

Das Exposée für dieses Neubauprojekt ist quasi noch druckfrisch. Die Planungen für einen ganz besonderen Wohnungsbau im Bereich der Dortmunder Innenstadt laufen auf Hochtouren.

Auf 2500 Quadratmetern Wohnfläche sollen in der Nähe des Kaiserviertels etwa 20 bis 25 Eigentumswohnungen auf zwei bis sieben Etagen entstehen. Konkret handelt es sich um ein neues gemeinschaftliches Wohnprojekt des „WIR-Vereins“. WIR steht für „Wohnen. Innovativ. Realisieren“. Es ist das insgesamt elfte Projekt in Dortmund.

„Wir suchen Interessierte, die bei dem neuen Vorhaben an der Straße Im Defdahl von Anfang an dabei sein und ihre Ideen aktiv einbringen möchten“, sagt Birgit Pohlmann, die Moderatorin und Koordinatorin des Wohnprojekts.

Bisheriger Schandfleck im Stadtbild soll verschwinden

Konkret wird damit eine „fast vergessene Rest-Baulücke in der Innenstadt-Ost“ geschlossen“, wie der Architekt Norbert Post sagt. Er ergänzt: „Unsere Planung sieht auf dem Grundstück Im Defdahl 59 vom Hochhaus bis zum Tiny-House verschiedene Wohntypen vor.“

Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Bauvorhaben, sondern eben um ein weiteres generationenübergreifendes Wohnprojekt – analog zu den bereits zehn Vorgängerprojekten unter dem Dach des WIR-Vereins, die es in Dortmund schon gibt.

So wird es aussehen, wenn sich die Baugemeinschaft für das neue Wohnprojekt in der Dortmunder  Innenstadt gefunden hat. Unter der Moderation von Birgit Pohlmann (l.) und gemeinsam mit dem Architekten Norbert Post (3.v.r.) wird das künftige Zuhause gestaltet.
So wird es aussehen, wenn sich die Baugemeinschaft für das neue Wohnprojekt in der Innenstadt gefunden hat. Unter der Moderation von Birgit Pohlmann (l.) und gemeinsam mit dem Architekten Norbert Post (3.v.r.) wird das künftige Zuhause gestaltet. © WIR (Archiv) © WIR (Archiv)

Wie in allen WIR-Projekten spielt das gemeinschaftliche Zusammenleben, das aktive Miteinander in der Gemeinschaft – immer mit der Sicherheit des persönlichen Rückzugs – eine große Rolle. Jede Partei bewohnt eine eigene Wohnung, mit jeweils eigenem Balkon, eigener Loggia oder eigenem Garten. Der gemeinsame Obstgarten, ein Sitzplatz im Wintergarten ergänzen das Wohnkonzept für alle. „Die Idee einer verlässlichen Nachbarschaft bildet die Grundlage“, sagt Birgit Pohlmann.

Zukunftsmodell, das individuelle Wohnbedürfnisse befriedigt

Umgesetzt wird eine moderne, urbane Architektur. Auf der einen Seite nimmt das neue Gebäude die Höhe des angrenzenden Hauses (Voßkuhle/Im Defdahl 51) mit sieben Geschossen auf und schließt damit eine Brandwand, die unvollendet schien. Zur anderen Seite mit drei Geschossen passt sich das Haus an die Höhe der Gebäude im weiteren Verlauf der Straße „Im Defdahl“ an. Zum Garten wird nur noch eine Zweigeschossigkeit realisiert, in denen kleinere Wohnungen („Tiny Houses“) im und mit Garten entstehen.

„Wir möchten unterschiedliche Wohnbedürfnisse aufnehmen und bieten ein Zukunftsmodell, das es so am Markt kaum gibt“, sagt Architekt Norbert Post. Sein Entwurf sieht zum Beispiel Cluster-Wohnungen vor – ideal für zwei Personen mit jeweils eigenem Bad und Schlafzimmer, die sich aber eine Kochzeile und das Wohnzimmer teilen.

Ebenfalls vorgesehen sind kleine Wohnungen. „Vielen reichen ja 35 Quadratmeter, wenn sie aber einen Garten haben. Das können wir anbieten“, so Norbert Post, der ergänzt: „Klassische Grundstücke werden durch klassischen Wohnungsbau belegt. Hier gibt es eine Abkehr von der Standardisierung.“

Optionsvertrag zur Erbpacht ist bereits geschlossen

Das Grundstück gehört dem Diakonischen Werk Dortmund und Lünen, mit dem Norbert Post und Birgit Pohlmann bereits einen Optionsvertrag zur Erbpacht geschlossen haben. „Damit fällt die Investitionssumme für das Baugrundstück als große Hürde weg“, sagt Norbert Post. Das Grundstück sei gesichert, eine Baugenehmigung da.

Die Wohnungsgrundrisse sind noch veränderbar, jeder kann seine eigenen Wünsche und Vorschläge auf Umsetzbarkeit prüfen lassen. Aktuell sind Wohnungen mit 35 qm, 40 qm, 60 qm, 80 qm, 112 qm und 150 qm geplant, für Paare, Alleinlebende, Familien und auch für Wohngemeinschaften, egal ob jung oder alt.

Am Ende sollen sich die Eigentümer in einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG) zusammenfinden. Diese schafft mit der Zwischenstufe einer GbR in der Planungsphase die notwendigen internen und externen Verbindlichkeiten und Sicherheiten. „Bei der Vergabe der Wohnungen wird Rolf Lückmann (LKM-Bochum) als unabhängiger Finanzberater die finanziellen Sicherheiten bei den Erwerbenden verantwortlich prüfen, um allen Beteiligten Sicherheit in der Bauphase zu garantieren“, heißt es im Exposé.

Die Bagger rücken nicht vor 2023 an

Was eine Eigentumswohnung kosten wird, dazu sagen Birgit Pohlmann und Norbert Post noch nichts. „Wir sind ja noch ganz am Anfang. Die ersten Interessierten, die sich melden, werden wir zu einer Videokonferenz einladen und dann auch einen ungefähren Kostenrahmen vorstellen“, sagt Birgit Pohlmann.

Die Bagger, so stellt Norbert Post fest, werden nicht vor 2023 anrücken. „Ein Einzug Ende 2024 wäre sehr ambitioniert, möglicherweise wird es 2025“, sagt der Architekt.

Wer Interesse und Lust hat, sich an dem Projekt mit Engagement und Kreativität zu beteiligen und das Haus dann später auch mit Leben zu füllen, den lädt Birgit Pohlmann ein, sich per E-Mail an info@birgit-pohlmann-wohnprojekte.de bei ihr zu melden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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