Ein Jungspund an der Spitze: Jonas Wintz ist mit 27 Jahren neuer Krankenhausleiter

hzKnappschaftskrankenhaus Brackel

Jonas Wintz ist der neue Leiter des Knappschaftskrankenhauses in Brackel. Dabei ist er gerade einmal 27 Jahre alt. Seine Lektion in Sachen Fußball hat der Neu-Dortmunder bereits gelernt.

Brackel

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit 27 Jahren stecken viele Menschen noch mitten in ihrem Studium. Oder sie gehen auf Reisen. Vielleicht starten sie auch gerade in die Berufswelt. Aber wohl kaum ein 27-Jähriger ist schon so weit wie Jonas Wintz. Seit dem 1. Juli ist er der neue Leiter des Knappschaftskrankenhauses in Brackel.

„Natürlich könnte ich auch jeden Tag bis in die Puppen schlafen“, sagt Jonas Wintz fast einen Monat nach seinem ersten Tag in Brackel. „Aber gerade weil ich meinen Beruf so gerne mache, ziehe ich es vor, bis in die Puppen zu arbeiten.“ Die Arbeit im Krankenhaus sei für ihn etwas Besonderes: „Hier hat jede Entscheidung eine Tragweite, es ist immer ein Mensch unmittelbar betroffen.“

Jonas Wintz ist vom Ruhrgebiet begeistert

Die Entscheidung, sich auf die Stelle in Dortmund zu bewerben, war für den gebürtigen Rheinländer eine einfache: „Das war nicht schwer. Die Menschen im Ruhrgebiet sind den Menschen im Rheinland in vielen Dingen ziemlich ähnlich. Und ich kenne das Ruhrgebiet durch mein Studium ja schon ein bisschen.“ Bisher wurde er von Dortmund nicht enttäuscht: „Was ich bisher gesehen habe, ist wirklich schön.“

Im Dortmunder Knappschaftskrankenhaus sei er nun „eine Mischung aus Manager und Mädchen für alles“. „Zu meinen Aufgaben gehört es, den Plan der Geschäftsführung hier anzuwenden. Und dazu gehört eben auch, wenn zum Beispiel ein Mülleimer zu wenig da ist.“

„Ich kann auf die Lebenserfahrung nicht verzichten“

Jonas Wintz hofft, dass seine Mitarbeiter kein Problem haben, dass ihr Chef noch ein Stück jünger ist. „Klar, kann es diese Problematik geben. Aber ich möchte ihnen zeigen, dass ich, egal welche Erfahrungen ich auch selbst schon gemacht habe, nicht auf ihre Lebenserfahrung verzichten kann.“

Dieser Meinung ist auch Stefan Aust, Hauptgeschäftsführer vom Klinikum Westfalen. Er hat Jonas Wintz trotz seines Alters sehr bewusst eingestellt: „Wir wollten ihn, weil er der beste Bewerber war. Gerade die Mischung aus älteren und jüngeren Kollegen macht es aus.“

Der neue Krankenhausleiter hat seine Lektion gelernt

Eine wichtige Lektion hat Jonas Wintz als Neu-Dortmunder bereits gelernt: „Die Menschen sind hier sehr offen - außer, wenn es um Fußball geht.“ Deshalb ist er auch froh, dass er sich zumindest farblich die richtige Stadt ausgesucht hat: „Ich bin ja sowieso Schwarz-Gelb durch Alemannia Aachen. Da fällt es nicht so auf, wenn ich mit dem Schal hier rumlaufe.“ Und obwohl er nicht für Borussia Dortmund jubelt, weiß er eins genau: „Das Wichtigste ist hier glaube ich, dass mein Herz nicht blau-weiß schlägt.“

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