Ein Kirchenkreis für 240 000 Christen

20.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Ein Kirchenkreis für 240 000 Christen

Paul-Gerhard Stamm.

Die Vorbereitungen zur Vereinigung zu einem einzigen, großen evangelischen Kirchenkreis Dortmund und Lünen schreiten weiter fort.

Superintendent Paul-Gerhard Stamm (Foto) teilte der Synode des Kirchenkreises Dortmund-Mitte-Nordost am Montag mit, dass ein entsprechender Beschlussantrag im Sommer vorgelegt werden soll. Die bisherigen vier Kirchenkreise (Dortmund-Mitte-Nordost, Dortmund-Süd, Dortmund-West, Lünen) sollen sich dann für oder gegen die Vereinigung entscheiden.

Der neu zu bildende Kirchenkreis hätte nach jetzigem Stand knapp 240 000 Mitglieder. Diese außergewöhnliche Größe erfordere eine besondere Struktur, so Stamm. Es sollen drei Regionen gebildet werden. Neben dem Superintendenten soll es drei Stellvertreter geben, die für diese Regionen verantwortlich sind. Je nach Größe sollen pro Gemeinde nur noch zwei bis fünf Delegierte in das Kirchenparlament entsandt werden. "Die Organisation wird verschlankt und vereinfacht", benannte der Superintendent einen der Vorteile. Mitglieder der Kreissynode meldeten Diskussionsbedarf zu dem vorliegenden Modell an.

Die finanzielle Situation habe sich leicht entspannt, so Stamm. Die Vereinigung der Kirchengemeinden, verbunden mit dem Abbau des Gebäudebestandes sowie verschiedener Pfarrstellen, habe die Gemeinden schneller stabilisiert als erwartet. Geplant sei deshalb, zwar wie vorgesehen die Gemeindegliederzahl pro Pfarrstelle von 2500 auf 2750 anzuheben. Der nächste Schritt, die Erhöhung auf 3000 Mitglieder, solle jedoch ausbleiben.

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