Ein Nebeneinander im FZW ist möglich

Rot-Grün zum Zwist mit Musikwirtschaft

24.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Kommerzielle und nichtkommerzielle Veranstaltungen im neuen Freizeitzentrum West (FZW) - für die rot-grüne Mehrheit im Rat ist das kein Widerspruch. Wolfram Frebel (Foto), kinder- und jugendpolitischer Sprecher der grünen Fraktion: «Das bisherige Angebot im Freizeitzentrum West hat sich bewährt und ist unseres Wissens auch bisher von keinem kritisiert worden.» Dieses Angebot sei auch nie klassische Kinder- und Jugendarbeit gewesen, so Frebel, «sondern immer Jugendkulturarbeit». Gerade in diesem Bereich biete das FZW zusammen mit dem Jugendamt und Betreibern nichtkommerzielle Nischen für kleine Veranstaltungen, die von niemand anderem in der Stadt angeboten würden, meint Frebel: «Theater, Oper, Konzerthaus werden als Hochkultur in dieser Stadt subventioniert. Dies muss für Rock- und Popmusik im Rahmen von Jugendkulturarbeit auch möglich sein!» Das FZW habe die Aufgabe, Jugendliche für Musik und Popkultur zu interessieren, erklärt Friedhelm Sohn für die SPD-Ratsfraktion. Dieser Anspruch, der nicht mit kommerziellen Interessen in Einklang zu bringen sei, müsse auch am neuen Standort einen hohen Stellenwert behalten. Für SPD und Grüne schließt sich eine Zusammenarbeit zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen Nutzern nicht aus. Das lege schon allein die Größe des neuen FZW nahe und sei in den letzten Gesprächen zwischen Verwaltung und Betreiber besprochen worden.

Lesen Sie jetzt