Einbruchszahlen in Dortmund gehen gegen den NRW-Trend

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Im Oktober 2019 gab es in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Einbrüche als ein Jahr zuvor. Die Polizei Dortmund sieht eine andere Entwicklung - und gibt wichtige Tipps für alle Dortmunder.

Dortmund

, 09.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem die Zahlen lange gesunken sind, gab es zuletzt wieder mehr Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Das geht aus den aktuell vorgestellten Oktober-Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) hervor.

Im Oktober 2019 ist also häufiger eingebrochen worden als im Oktober 2018 (2023 und 1805 Fälle). Gleichzeitig ist aber auch wichtig zu erwähnen: Im Februar dieses Jahres lagen die Fallzahlen deutlich höher (3452), noch im September waren in NRW nur 1597 Einbrüche verzeichnet.

Dortmunder Zahlen anders als der NRW-Schnitt

In Dortmund gibt es diesen Oktober-Anstieg nicht. Im Oktober 2019 gab es 80 Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl, bei den meisten davon blieb es aber bei gescheiterten Versuchen. Im Vorjahr waren es 89 Fälle.

Die Dortmunder Polizei vergleicht auf Anfrage die Zahlen für den Zeitraum von Januar bis Oktober. Für das aktuelle Jahr sind 1018 Einbrüche aufgelistet - deutlicher Tiefstwert seit 2012. Noch vor vier Jahren gab es im selben Zeitraum 2781 Einbrüche - deutlich mehr als doppelt so viele.

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Übers ganze Jahr gesehen hat die Kurve des Diagramms dieselbe Form - aber das aktuelle Jahr läuft ja noch. Im Zeitraum Januar bis Oktober ist die Aufklärungsquote in den Jahren 2012 bis 2019 von rund 8 auf 18 Prozent gestiegen, teilt Polizeisprecher Peter Bandermann mit.

Ebenfalls für die Polizei erfreulich: „Weiterhin nehmen viele Bürgerinnen und Bürger die kostenlosen Beratungsangebote der Kriminalpolizei wahr und informieren sich über den Schutz vor Einbrechern.“

Das Kommissariat für Opferschutz gibt folgende Tipps:

  • Türen und Fenster nachträglich mechanisch sichern oder erneuern. Unbedingt auf fachgerechten Einbau achten.
  • Einbrecher kundschaften die Tatorte aus. Sie checken vor der Tat, ob Eigentümer oder Mieter an- oder abwesend sind. Aufmerksamen Nachbarn kann das Ausspionieren der Umgebung auffallen. Die Bitte der Polizei: Sobald verdächtige Personen oder Fahrzeuge auffallen, sofort die 110 wählen.
  • Alarmanlagen und Smart-Home-Technik inklusive Videoüberwachung nehmen zunehmend Raum ein in den Beratungsgesprächen. Wie beim mechanischen Schutz kommt es hier nicht auf die teuerste Lösung, sondern auf das richtige und individuelle Konzept an.
  • Das Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz ist erreichbar unter Tel. (0231) 1 32 79 50.
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