Elektrizität als Chance

Aus Reparaturbetrieb entstanden drei Unternehmensbereiche

30.05.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als die Hugo Miebach GmbH 1907 gegründet wurde, stand die Elektrizität am Beginn ihres Siegeszuges als Energiequelle des 20. Jahrhunderts. Die Antriebe der Schwerindustrie wurden in dieser Zeit von Dampfmaschinen mit Transmissionen auf Elektromotoren umgestellt. Auch Stromnetze zur Versorgung der privaten Haushalte wurden in den wachsenden Städten eingerichtet. Der junge Elektroingenieur Hugo Miebach erkannte die Zeichen der Zeit: Trotz der rasch zunehmenden Anwendung der Elektrizität besaß das Ruhrgebiet keine ausreichenden Reparaturbetriebe für die neuen Antriebsmotore, die zugehörigen Steuerungen und Transformatoren. 1907 gründete er in Dortmund ein Reparaturwerk für elektrische Maschinen. Kurze Zeit später begann er mit dem Bau elektrischer Schaltanlagen, namentlich für den Bergbau, die Stahlindustrie und die übrige heimische Industrie, wie z.B. die Brauindustrie. Aus dem ursprünglichen Reparaturbetrieb entwickelten sich im Laufe der Jahre drei eigenständige Unternehmensbereiche: Der Bereich Reparatur und Service an Motoren und Transformatoren, der Bereich Schaltanlagen und Montagen für Energieversorgung und Automation, sowie der Bereich Widerstands- und Laserstrahl-Schweißmaschinen. «Diese Diversifizierung ist unglaublich wichtig», erklärt Hans- Hugo Miebach. Ein Hoch in der einen Sparte könne ein Tief in der anderen ausgleichen. Im jeweiligen Spezialgebiet müsse man jedoch Spitze sein. So ist Miebach etwa Weltmarktführer beim Verbinden endloser Stahlbänder. Zu den traditionellen Kunden, den Bergwerken und Energieversorgern des Ruhrgebietes, kamen im Lauf der Zeit europaweit weitere Anwender, wie die Chemie-Industrie, die Automobilindustrie und die weltweite Stahlindustrie hinzu. kiwi

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