Eltern brauchen Elefantenohren

Johann-Gutenberg-Realschule

25.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Wellinghofen Etwa dreißig Mütter und Väter von Achtklässlern der Johann-Guten-berg-Realschule wurden am Mittwoch Abend fit gemacht: Wie unterstütze ich mein Kind bei der Berufswahl, erkenne seine Stärken und Fähigkeiten und bleibe mit ihm auch in der schwierigen Zeit der Pubertät im Gespräch? Antworten auf diese Fragen vermittelte bereits zum dritten Mal Claudia Winzen. Sie arbeitet für einen großen Handelskonzern und entwickelte das Trainingsprogramm, mit dem sie Eltern und damit den Schulabgängern von morgen helfen will, die persönliche Richtung zu erkennen und sich in Sachen Bewerbung und Vorstellung beim möglichen Ausbildungsbetrieb optimal zu präsentieren. Gute vier Stunden arbeiteten die Eltern theoretisch und praktisch daran, wie sie mehr über die Interessen, Fähigkeiten und Stärken ihres Kindes erfahren. Gabriele Wienhusen Simone Conrad (Foto 1) und (Foto 2) glauben, dass das Seminar die eigene Sicht der Dinge schärft: «Dieser Abend macht mir bestimmte Abläufe mit meiner Tochter bewusster. Und ich sehe, dass nicht nur praktische Fähigkeiten bei der Beurteilung des Kindes wichtig sind, sondern auch andere, zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit», sagt Gabriele Wienhusen. Der Frauenüberhang bei den Seminargästen spiegelt die Tatsache wieder, dass die Beratung und Entscheidung über die Berufswahl junger Menschen maßgeblich im Elternhaus beeinflusst wird - und hier überwiegend von den Müttern. Konrektor Jörg Skubinn, der gemeinsam mit vier Kollegen die Workshopreihe vorbereitet hat, sorgt seit fünf Jahren für regen Austausch zwischen seiner Schule und vielen Wirtschaftsunternehmen - mit erheblichem Erfolg. «Drei Viertel unserer Schüler erhalten Ausbildungsplätze oder erlangen die Qualifikation für höhere Schulen. Durch den Kontakt mit den Wirtschaftsjunioren fragen Firmen zum Teil nach interessierten Jugendlichen bei uns nach», sagt er stolz. Erfolge dieser Art sind jedoch nur mit großem Einsatz möglich, denn es gibt für sie kaum Ressourcen in der Arbeitszeit - ein schulpolitischer Mangel, wie Skubinn findet. bib www.jgrdo.de

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