Ereignisreiche Woche bei den Zoo-Vögeln: Pfauenbabys und Kuckuckskinder

Zoo Dortmund

Im Zoo Dortmund gab es Nachwuchs: Bei den beliebten Blauen Pfauen und einer sehr geselligen südamerikanischen Art sind nun ein paar Schnäbel mehr zu stopfen. „Helga“ hatte dagegen gut Lachen.

Dortmund

, 30.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein junger Guirakuckuck (vorn) sitzt im Zoo Dortmund neben einem ausgewachsenen Tier.

Ein junger Guirakuckuck (vorn) sitzt im Zoo Dortmund neben einem ausgewachsenen Tier. © Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Unter den gefiederten Bewohnern des Zoo Dortmund hat es in den vergangenen Tagen gleich dreimal Grund zur Freude gegeben. Bei zwei Arten gab es Nachwuchs. Und auch der Vogel mit dem vermutlich ungewöhnlichsten Namen hatte einiges zu lachen.

Wie der Zoo am Montag mitteilte, sind dort am 8. und 9. Mai erstmals Küken der südamerikanischen Guirakuckucke geschlüpft. Die Tiere haben mittlerweile das Nest verlassen. Guirakuckucke sind laut dem Zoo gesellig und meist in kleinen Trupps unterwegs.

Anders als heimische Kuckucke lege der Guirakuckuck seine Eier nicht in fremde Nester. Stattdessen teilten sich mehrere Weibchen Gemeinschaftsnester. Es komme jedoch vor, dass Hennen versuchen, die Eier anderer Hennen aus dem Nest zu werfen. Die geschlüpften Küken werden von allen Tieren des Trupps mit Nahrung versorgt.

Ein junger Guirakuckuck wird von einem ausgewachsenen Tier gefüttert.

Ein junger Guirakuckuck wird von einem ausgewachsenen Tier gefüttert. © Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Die jungen Guirakuckucke können laut dem Zoo noch nicht fliegen und flitzen daher oft auf dem Boden herum. Mithilfe ihres Schnabels und ihrer Flügel erkletterten sie auch kleine Büsche und Geäst. Erst im November 2019 hat der Zoo die Tiere aus dem Luisenpark Mannheim übernommen.

Nachwuchs auch bei den Pfauen

Am Donnerstag teilte der Zoo mit, dass es auch bei einer weiteren Art den ersten Nachwuchs in diesem Jahr gab. Am Mittwoch seien bei den Blauen Pfauen sechs Küken geschlüpft. Knapp einen Monat habe die Henne dafür auf den Eiern gesessen und diesen Platz nur zum Fressen und Trinken verlassen.

Anders als ihre ausgewachsenen Verwanden, sind die Pfauen-Küken noch recht klein. Sie werden zum Beispiel von ihrer Mutter in den Federn am Bauch gewärmt.

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Die Pfauen laufen im Zoo frei umher. Diese Henne habe sich jedoch zum Brüten hinter die Kulissen in den Tierpflegerbereich zurückgezogen. Dies sei besonders in den ersten Lebenstagen der Küken wichtig, da diese in dieser Zeit Ruhe brauchen, unter anderem um sich Stimme und Aussehen der Mutter einzuprägen.

Helga hatte Geburtstag

Schon etwas länger zurück liegt der Geburts- oder eher Schlupftag von „Helga“. Der Vogel der eigentümlich benannten Art Lachender Hans erblickte am 28. Mai vor 16 Jahren das Licht der Welt im Zoo Halle, berichtet der Zoo zu seiner „Geburtstagsfeier“.

Zur Feier ihres Schlupftages habe Helga ein paar Extra-Heuschrecken in einer Geschenkbox überreicht bekommen. Diese fresse der Kookaburra, wie dieser Eisvogel im Deutschen auch genannt werde, besonders gern.

Lachender Hans "Helga" fixiert eine Heuschrecke in der Box, ehe sie das Insekt mit ihrem langen und kräftigen Schnabel packte.

Lachender Hans "Helga" fixiert eine Heuschrecke in der Box, ehe sie das Insekt mit ihrem langen und kräftigen Schnabel packte. © Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Ein Lachender Hans ernähre sich im Grunde von allem, was er überwinden kann: Insekten, andere Vögel, Reptilen, Krebstiere und auch kleine Säugetiere. Heimisch sei die Art im Osten und Südosten Australiens. Dort sei der Vogel gern gesehen, weil er auch Ratten, Mäuse und giftige Schlangen jage.

Seinen Namen verdankt der Lachende Hans laut dem Zoo übrigens seinem merkwürdigen Gesang, der an ein lautes hysterisches Lachen erinnere. Damit grenze die Art ihr Revier ab.

Aktuell wohne Helga im neuen Papageienhaus hinter der Australien-Wiese, da die alte Australien-Voliere abgerissen worden sei. Sobald die neue, begehbare Australien-Voliere fertig sei, werden die australischen Vögel wie die Wongataube, die Kakdus, die Wellensittiche und eben auch Helga dorthin umziehen.

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