Sondierung am Wall: Blindgängerverdacht am Westentor erhärtet sich

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Bei der Suche nach Bombenblindgängern am Wall gibt es Fortschritte. Am gesperrten Hohen Wall hat sich der Verdacht erhärtet. Trotzdem soll die Komplettsperrung hier bald aufgehoben werden.

Dortmund

, 29.11.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

An drei Stellen am Wallring lässt die Stadt seit knapp zwei Wochen nach Bombenblindgängern suchen. In einem Fall hat sich der durch historische Luftaufnahmen aufgetauchte Verdacht erhärtet - nämlich an der Ecke Rheinische Straße/ Westentor am Hohen Wall.

Große Entschärfung im Januar

Trotzdem soll die Sperrung des Walls am Wochenende aufgehoben werden, teilte die Stadt jetzt mit. Ab Sonntagmorgen (1.12.) soll zumindest wieder eine Fahrspur in Richtung Süden zur Verfügung stehen. Um Erschütterungen im Bereich des Fundes zu verhindern, müssen bis zum Entschärfungstermin aber zwei Spuren des Walls gesperrt bleiben.

Freigelegt und bei Bedarf entschärft werden soll der mögliche Blindgänger am 12. Januar 2020. Im Rahmen einer großangelegten Evakuierungsaktion sollen dann gleich an mehreren Stellen im Klinikviertel und nun auch am Hohen Wall die Fundstellen freigelegt werden. Erst dann wird sich zeigen, ob dort wirklich noch explosive Weltkriegsbomben in der Erde liegen. Sie werden dann entschärft.

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Durch den neuen Fundort vergrößert sich nun der Radius für die Evakuierung am 12. Januar, von der gut 12.000 Anwohner vor allem des Klinikviertels, drei Kliniken und vier Seniorenheime betroffen sind.

Kein Blindgänger an der Hansastraße

Immerhin: Der Bombenverdachtspunkt an der Hansastraße in Höhe Stadtgarten hat sich nicht bestätigt. Hier sollen die Anfang nächster Woche die Bohrlöcher wieder verfüllt und die Sperrung einer Fahrspur im Bereich Südwall/Hansastraße wieder aufgehoben werden, kündigt die Stadt an. Wann genau das der Fall sein wird, ist noch offfen. Es dürfte aber eher sein als der zuletzt genannte Termin Mitte Dezember.

Noch nicht abgeschlossen sind die Sondierungsarbeiten am Hiltropwall vor dem Opernhaus. Die Untersuchungen würden durch dort verlegte Leitungen behindert, heißt es. Das Ergebnis der Blindgängersondierung dort werde, so die Stadt, „zu einem späteren Zeitpunkt“ mitgeteilt.

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