Dortmunderin lässt Event-Branche hinter sich und eröffnet eigene Praxis

hzUnternehmensgründung

Für Anke Fritz aus Dortmund ist Corona nicht nur ein Fluch. Die Pandemie katapultiert sie im Schnelltempo zum beruflichen Neustart, während ihre alte Branche schwer krank am Boden liegt.

Eichlinghofen

, 25.05.2020, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Anke Fritz ist die Corona-Zeit auch die Chance, „mich neu aufzustellen“: 25 Jahre lang war sie selbstständige Unternehmerin in der Eventbranche und hat unzählige Veranstaltungen im politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich organisiert. Die Branche liegt wegen des Virus derzeit schwer krank am Boden – wann es hier wieder aufwärts geht, ist völlig offen.

Anke Fritz sieht sich zum Handeln gezwungen. Während anderswo viele Betriebe den Bach runtergehen, wird sie in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten nun zur Existenzgründerin: Sie eröffnet eine Praxis als ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin am Stortsweg 32 in Eichlinghofen.

Gerade fertig geworden: das Büro von Anke Fritz am Stortsweg.

Gerade fertig geworden: das Büro von Anke Fritz am Stortsweg. © Fritz

Anke Fritz: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Das war mein Leitspruch, nachdem ich mich nach jahrelangem „gesundem Halbwissen“ dazu entschieden habe, „gesundes Wissen“ zu erlangen. Der ein oder andere habe in diesen Zeiten wider Willen ordentlich Pfunde angesammelt, Fritz’ aktuelles Gegenprogramm steht.

Der Titel: „Coronazeit – Immunsystem stärken und dabei Pfunde verlieren“. Wenn das Virus auch diese Nebenwirkung hätte, wären sicher viele froh. Fritz ist sicher, im Kampf gegen das Virus helfen zu können: „Um das Immunsystem zu stärken, ist neben allen hygienischen Maßnahmen auch eine ausgewogene Ernährung wichtig.“

Studium an der Akademie für Naturheilkunde in der Schweiz

Vor drei Jahren hat die 57-Jährige parallel zu ihrem Job ein Studium zur ganzheitlichen Gesundheits- und Ernährungsberaterin absolviert, an der Akademie für Naturheilkunde in der Schweiz. „Das Thema Ernährung hat in meinem Leben immer eine große Rolle gespielt. Insbesondere für meinen Sohn, der damals Hochleistungssportler im Schwimmen war. Aber es war nicht immer leicht, dieses auch im Alltag umzusetzen und hat viel Organisationstalent und Disziplin erfordert.“

In dieser Zeit habe sie sich zu einer „Speedköchin“ mit durchdachtem Einkaufsplan sowie einfach und schnell zuzubereitenden gesunden Gerichten entwickelt. Dieser Einsatz habe sich gelohnt: „Krankheiten und Infekte sind bei uns die absolute Ausnahme“, sagt Fritz.

Sie hat sich darauf spezialisiert, gesunde Ernährung alltagstauglich umzusetzen. Es gehe dabei nicht um Diäten, auch nicht um Verzicht und schon gar nicht mit „erhobenem Zeigefinger“. „Abnehmen mit gesunder Ernährung beginnt im Kopf“, sagt sie.

Weil Bewegung dabei auch immer eine große Rolle spielt, biete sie auch dreimal in der Woche „Nordic-Walking“ an. Auch wenn nach dem Coronavirus die Event-Branche wieder ans Laufen käme: Anke Fritz will sich auch dann ausschließlich auf ihre Praxis konzentrieren.

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