Erneut ein Schandfleck: Illegaler Altkleidercontainer sorgt für neuen Ärger in Nette

hzKommerzielle Altkleidersammlung

Ein illegal aufgestellter Altkleider-Container ärgert die Bürger in Nette. Der Besitzer ließ Fristen verstreichen. Nun hat sich am Standort etwas getan.

Nette

, 20.12.2019, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Anwohner der Dörwerstraße war er der Schandfleck des Sommers: ein illegal aufgestellter und demolierter Altkleidercontainer. In seinem Umfeld lagen auf einer Fläche von gut zehn Quadratmetern riesige Berge Altkleider und Müll.

Der Container stand auf dem Grundstück des Netzbetreibers Donetz, der an der Dörwerstraße 73 eine Transformatorenstation unterhält. In Abstimmung mit der Stadt und der EDG forderte der Netzbetreiber den Besitzer auf, den Container zu entfernen. Nach einem Gerichtsurteil mussten dabei Fristen eingehalten werden.

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„Leider und zum Ärger der Bürger in Nette ist auch der Energieversorger Donetz seinem Versprechen nicht nachgekommen, den Container zu entsorgen bzw. einen Platz für die zeitlich begrenzte Zwischenlagerung zu finden.“ Das schrieb Leser Guido Burg am Montag (16.12.) an die Redaktion.

Donetz hat Container abtransportiert

Nach Ablauf der Frist (31. Oktober) seien mittlerweile eineinhalb Monate vergangen. Und irgendjemand habe den auf die Seite gelegten Container wieder aufgestellt. Die Umgebung des Containers werde „wieder einmal zum Problem und zu einem nicht ansehnlichen Schandfleck“.

Erneut ein Schandfleck: Illegaler Altkleidercontainer sorgt für neuen Ärger in Nette

© Uwe von Schirp

Auf die Anfrage unserer Redaktion reagierte Donetz umgehend. „Der Container in der Dörwerstraße 73 sowie zwei weitere, illegale Container werden noch in dieser Woche abgeholt und auf einem Donetz-Betriebsgelände zwischengelagert“, schreibt Unternehmenssprecherin Jana-Larissa Marx.

Pressesprecher Ole Lünnemann bittet die Netter Anwohner um Verständnis. „Für uns ist die Entsorgung des Containers kein Standard-Prozess“, erklärt er am Telefon. „Wir mussten das ganze Verfahren rechtlich als auch logistisch erst einmal entwickeln. Das hat einfach etwas länger gedauert.“

Jetzt folgten dem Versprechen auch Taten

Denn, erklärt Lünnemann: „Wir sind ein Energieversorger und kein Entsorgungsunternehmen.“ Entsprechend habe Donetz erst einmal einen Zwischenlagerort für den Netter und zwei weitere illegal aufgestellte Container finden müssen. „Einfach wegwerfen dürfen wir ihn ja nicht.“

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Das hatte in einem anderen Fall ein Gericht entschieden, nachdem ein privater Betreiber eines Altkleidercontainers gegen die EDG geklagt hatte. Verschiedene Stadtämter, EDG und Donetz hatten daraufhin eine einheitliche Vorgehensweise in künftigen Fällen abgestimmt.

Dass Versprechen auch Taten folgten, zeigte sich am Donnerstagmorgen (19.12.): Donetz-Mitarbeiter hatten den Container bereits abgeholt und das Grundstück vor dem Transformatorenhaus aufgeräumt.

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