Erster Basketball-Bufdi beim ASC: „Bin froh, dass ich helfen kann“

hzBundesfreiwilligendienst

Ausgerechnet im Jahr, das durch die Corona-Pandemie in die Geschichte eingehen wird, hat die Basketball-Abteilung des ASC ihren ersten Bufdi eingestellt. Doch das hat auch etwas Positives.

von Alexandra Wachelau

Aplerbeck

, 19.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicholas Bauhaus ist ein ruhiger Typ – das Klischee des coolen Basketballers. Und alle Beteiligten überschlagen sich nur so mit Lob für ihren neuen Bufdi: „Es ist wirklich gut, dass Nicholas sich schon so gut bei uns auskannte. Er erfüllt quasi unsere Wunschvorstellung“, sagt Jürgen Reckermann, stellvertretender Vorsitzender der Basketballabteilung im ASC.

Vor fast einem Jahr hat diese Abteilung die Stelle für ihren neuen Bufdi ausgeschrieben. Bufdi ist die Bezeichnung für die Menschen, die einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren.

Ziel des Vereins: „Wir möchten uns an den Grundschulen besser aufstellen“, sagt Reckermann. Das heißt für die vergleichsweise kleine Abteilung im Verein: Nachwuchs muss her.

Von Fußball zum Basketball zum Trainer

Nicholas Bauhaus soll dabei vor allem als Trainer Kindern den Spaß am Basketballspielen näher bringen. Er ist dafür der perfekte Kandidat: Seit mehr als sechs Jahren spielt er Basketball, die vergangenen vier Jahre davon gab er auch selbst Training.

Dabei ist er schon viele Jahre länger beim ASC: „Eigentlich bin ich ja durch Fußball im Verein eingestiegen“, sagt der 19-Jährige.

Doch am Ende befand sich seine Truppe in der Auflösung, nur noch acht anstelle der erforderlichen elf Spieler waren im Team. Daher wechselte er kurzerhand vom Fußball zum Basketball. „Auch wegen des Sports“, beteuert er. Aber vor allem wollte er im Verein bleiben, bei seinen Vereinskumpels. „Ball ist Ball“, sagt er und grinst.

Jürgen Reckermann ist froh über den Bufdi: In Corona-Zeiten gibt es - trotz vielen Absagen - noch viel zu tun für die Basketballer.

Jürgen Reckermann ist froh über den Bufdi: In Corona-Zeiten gibt es – trotz vieler Absagen – noch viel zu tun für die Basketballer. © Alexandra Wachelau

Doch von den Freunden hat er seit seinem Start in den Freiwilligendienst nur wenig gesehen. Stattdessen hat er gut zu tun und fertigt Listen an. „Das meiste war Orga-Kram. Aber das war gut, ich konnte mich auch auf die Grundschulen vorbereiten“, sagt er. Denn: Nächste Woche soll es mit dem Training losgehen.

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An sechs Grundschulen bieten die Basketballer des ASC Training an, drei davon sind in Dortmund. „Ohne einen Bufdi wäre das schwierig geworden“, sagt Jürgen Reckermann. Doch vor allem während der Corona-Pandemie ist jede helfende Hand noch wertvoller: Es muss mehr desinfiziert, umgeräumt und organisiert werden als sonst.

Jedes Jahr einen Bufdi

Eine besonders spannende Zeit, den Bundesfreiwilligendienst zu leisten? „Eigentlich finde ich es nur noch nervig“, gibt Nicolas Bauhaus zu. „Aber an sich bin ich froh, dass ich helfen kann und dass es auch etwas zu tun gibt.“ Jürgen Reckermann stimmt zu: „Gerade in diesem Jahr kommt ein Bufdi wie gerufen.“

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So langsam beginnen auch die Veranstaltungen in der Abteilung wieder. Am 29. August (Samstag) startet die jährliche Saisoneröffnung – zumindest hat der Verein es so geplant.

„Ich hoffe, das klappt, sonst wären meine ganze Arbeit umsonst gewesen“, sagt Nicholas. Für die Zukunft möchte der Verein jedes Jahr einen Bufdi einstellen. Nicholas hat die Messlatte für seine Nachfolger hoch gelegt. Im Sport wird er dennoch nicht bleiben: Nach dem Jahr möchte er Logistik-Management studieren.

Mehr Informationen

Mehr Infos zum Bundesfreiwilligendienst gibt es auf der Homepage: www.bundesfreiwilligendienst.de/

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