Erstes Stadtteilfest in Corona-Zeiten in ganz Dortmund steigt im Süden

hzStadtfeste in Dortmund

Einmal musste es ja das erste Stadteilfest in Dortmund seit Ausbruch der Pandemie wieder geben. Am Samstag (5.9.) und am Sonntag (6.9.) gibt es daher den Apfelgarten im Rodenbergpark.

Aplerbeck

, 03.09.2020, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Erst am Mittwochabend (2.9.) gab es grünes Licht vonseiten der Stadt und dem Gesundheitsamt für ein Stückchen Normalität. Der Aplerbecker Apfelgarten, der über zwei Tage geht, bekam seine Genehmigung.

„Es ist so ein bisschen der Ersatz für den Aplerbecker Apfelmarkt, unser größtes Fest im Stadtbezirk“, sagt Bernhard Fuest vom Stadtbezirksmarketing. „Wir wollten einfach den Menschen hier wieder etwas bieten, denn in diesem Jahr sind in Aplerbeck, wie auch an anderen Orten, sämtliche Feste ausgefallen.“

Stadtbezirksmarketing unterstützt den Veranstalter

Veranstalter des Apfelgartens, der am Samstag von 11 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geht, ist die Agentur Schöne Märkte, unterstützt vom Sölder Imker Ralf Schmidt.

Die mussten im Vorfeld ein zwölfseitiges Hygienekonzept dem Gesundheitsamt vorlegen und jede Menge Vorarbeiten leisten. Denn der Aufwand ist mit den „normalen Festen“ überhaupt nicht zu vergleichen.

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Da ist einmal die begrenzte Anzahl der Besucher, die sich zwischen den rund 50 Ständen und Gastro-Angeboten aufhalten dürfen. Nämlich genau 930. Es wird an zwei Seiten des Geländes Ein- und Ausgänge geben, an denen Security-Mitarbeiter genau darauf achten, dass die Besucherzahl nicht zu groß wird.

Rodenbergpark für zwei Tage komplett gesperrt

Der gesamte Bereich, also Teile des Aplerbecker Marktplatzes und der Rodenbergpark, der während der Veranstaltung komplett gesperrt ist, müssen umzäunt sein.

Für die Besucher gilt eine Art Einbahnstraßenregelung. „Wir bitten einfach darum, dass die Besucher sich an die Abstandsregel halten“, sagt Ralf Schmidt. Es sei ein Versuch und es läge auch an den Gästen, ob es funktioniere.

Der Aplerbecker Apfelgarten ist angelehnt an die erfolgreichen Konzepte von „Markt im Park“. Nur diesmal ohne Tiere und ohne Musik, dafür aber mit einem gastronomischen Angebot. „Die Markthändler können es kaum erwarten“, sagt Foad Boulakhrif von der Agentur Schöne Märkte. Es habe in diesem Jahr noch keine Veranstaltung dieser Art stattgefunden.

Aplerbeck ist Testballon für ganz Dortmund

Jetzt spielt Aplerbeck also den Vorreiter. Ist Testballon für die gesamte Stadt Dortmund. „Es ist schon komisch, vor Corona wollten wir, dass sich die Leute an den Ständen drängen, und jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie weg voneinander bleiben“, so Schmidt, der aus diesem Grund auch seine Hoftiere nicht mitbringt.

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Und es gibt noch eine Premiere, der Mehrkosten wegen Corona geschuldet. Zum ersten Mal wird der Markt Eintritt kosten. Zwei Euro für Erwachsene, für Kinder ist der Eintritt frei. Aber eines nicht vergessen: den Mund- und Nasenschutz.

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