Erwischt am Tatort Briefkasten

Im Süden Rund 100 Leser der Ruhr Nachrichten haben gestern nach unserem Bericht über verschwundene Briefe in der Redaktion in Hörde angerufen, weil auch sie betroffen sind. Am Nachmittag präsentierte die Post dann ein Ermittlungsergebnis: "Für uns ist der Fall klar: Wir haben einen Verdächtigen."

03.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und auch Dank der Hinweise unserer Leser ist das Verschwinden der Post aus den Kästen am Höchsten, im Loh, in Benninghofen und an mehreren Standorten in Hörde aufgeklärt worden. "Der Verdächtige ist bereits vor mehreren Tagen in enger Zusammenarbeit mit der Polizei überführt worden und nicht mehr in der Briefkastenleerung zuständig", so Postsprecher Dieter Pietruck.

Dagmar Happe vom Containerdienst Happe in Hörde hatte unsere Recherchen angestoßen. Nach unserem Bericht am 28. Dezember über verschwundene Briefe meinte auch Ulrike Zimmermann aus Benninghofen, dass es viele weitere Betroffene geben muss. Sie selbst vermisst u. a. eine Postüberweisung für ihren Zahnarzt. Überwiegend Weihnachtskarten steckten in den Umschlägen, in einigen Fällen sollte Bargeld auf die Reise gehen.

Allein das Porto in manchen Kästen hat einen dreistelligen Wert. Silvio Buchardt, Chef eines Malerbetriebs im Loh, hat 55 handgeschriebene Weihnachtskarten für Kunden in den Kasten an der Rothöfstraße geworfen. "Meine Kunden sind jetzt enttäuscht. Ich möchte sie deshalb auf diesem Wege grüßen. Die Mitarbeiter bei der Post-Hotline waren inkompetent und unfreundlich", ärgert er sich.

Auch von umgekehrten Fällen mit problematischer Postzustellung berichteten Leser. So habe der ganze Limbecker Postweg am Höchsten kürzlich vier Tage lang keine Post bekommen. "Manchmal kommt die Post samstags auch nicht", ärgert sich Christoph Krahne: "Die Zusteller geben sogar zu, dass es nicht klappt, wenn es Ausfälle durch Krankheit gebe." JG

Dortmunder Zeitung

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