Ex-Mieterin aus Hörde prahlte mit „Waffenarsenal von George Bush“

hzLandgericht Bochum

Drohbriefe an Behörden, dazu zwei Attacken auf Gerichtsvollzieherinnen: Eine Ex-Mieterin aus Hörde ist von wahnhaften Gedanken gefangen. In ihrer Wohnung hortete sie teils exotische Waffen.

Bochum/Dortmund

, 13.09.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um die Attacke auf eine Gerichtsvollzieherin in einer Wohnung an der Chattenstraße in Hörde wollen die Bochumer Richter am 18. September das Urteil gegen die psychisch kranke Ex-Mieterin verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat die 35-Jährige als eine Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft – und die zeitlich unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie beantragt.

Zuvor waren in dem Sicherungsverfahren vor der 16. Strafkammer noch weitere Details zu der offensichtlich seit Jahren verfestigten schizophrenen Psychose der Frau bekanntgeworden. So hat die 35-Jährige nicht nur in Hörde und später in Bochum-Werne Gerichtsvollzieherinnen angegriffen.

Skurrile Drohungen

In jüngster Zeit hatte die Beschuldigte auch mehrere skurrile Drohbriefe abgesetzt: Unter anderem auch an das Amtsgericht, die Schufa und eine Hausverwaltung. Darin schrieb die 35-Jährige unter anderem, dass sie eine „Interpol-Agentin“ sei und zur „Regierung von Frau Merkel“ gehöre. Obendrein drohte sie, ihm Besitz des „Waffenarsenals von George Bush“ zu sein.

In der Hörder Wohnung waren damals eine Machete, ein Gewehr, eine Harpune, eine Axt und ein E-Schocker gefunden worden. Auf Nachfrage, ob Sie mit der Einziehung dieser Waffen einverstanden sei, antwortete die 35-Jährige: „Das sehe ich überhaupt nicht ein.“ Das Urteil soll am 18. September verkündet werden.

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