Fahrzeuge der Stadt Dortmund erkennen Radfahrer und Fußgänger automatisch

Verkehrssicherheit

Übersieht ein Lkw einen Radfahrer oder Fußgänger, sind die Folgen oft dramatisch. Die Stadt Dortmund rüstet jetzt ihre Fahrzeuge mit Geräten auf, die Menschen automatisch erkennen.

Dortmund

, 10.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Fahrzeuge der Stadt Dortmund erkennen Radfahrer und Fußgänger automatisch

Lkw haben es schwer, Radfahrer und Fugänger beim Abbiegen zu sehen. Der Abbiegeassistent soll helfen. © dpa

Im Stadt-Verkehr kommt es immer wieder zu Unfällen zwischen Lkw und Radfahrern oder Fußgängern. Um dieser Gefahr etwas entgegenzusetzen, will die Stadt Dortmund nun städtische Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht mit Abbiegeassistenten ausstatten. Neue Fahrzeuge sollen standardmäßig mit Abbiegeassistenten ausgesattet werden.

Diese technischen Vorrichtungen erkennen Radfahrer und Fußgänger, die sich rechts vom Fahrzeug befinden und weisen den Fahrer dann mit einem Signal (zum Beispiel akustisch oder optisch) darauf hin. Besonders beim Rechtsabbiegen kam es in der Vergangenheit in dieser Konstellation immer wieder zu Unfällen, bei denen Radfahrer verletzt oder getötet wurden.

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Insgesamt werden 56 Fahrzeuge mit den Assistenten ausgestattet. Kosten soll das rund 210.000 Euro, verteilt über drei Jahre. Bis 2021 sollen dann alle Fahrzeuge mit den Abbiegeassistenten ausgestattet sein. Bis auf weiteres nicht betroffen sind Fahrzeuge der Stadt-Tochter EDG.

Bei der Festlegung, ab welcher Fahrzeugklasse Abbiegeassistenten eingesetzt werden, hält sich die Stadt an die Forderung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Ab 2024 willl die EU Abbiegeassistenten außerdem zur Pflicht machen.

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