Familienhilfe: Endlich Entlastung für Krisen-Manager

14.01.2008, 20:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Familienhilfe: Endlich Entlastung für Krisen-Manager

<p>Dipl.-Sozialpädagogin Silke Debie. Reminghorst</p>

Schlagzeilen über verwahrloste Kinder bestimmten in der jüngsten Vergangenheit die Berichterstattung in den Medien. Aktuell ist es die politische Diskussion über Jugendkriminalität. Ohne zwingend einen kausalen Zusammenhang herzustellen, wollten wir einmal mehr erfahren über die konkrete Hilfe vor Ort. Wir hakten nach bei der Dortmunder Jugendhilfe und führten ein Interview mit Dipl.-Sozialpädagogin Silke Debie (40).

Im Jugendamt traf endlich die lange vermisste Unterstützung ein in Form von 20,5 neuen Stellen, also knapp 30 weiteren Mitarbeitern, die die bislang 120 Kräfte (auf 91,77 Stellen) angesichts zunehmender Fallzahlen von Problemfamilien entlasten sollen.

Ein weiteres Mosaiksteinchen der Entlastung könnte gut funktionierende Technik werden, die gerade in einer kleinen Projektgruppe erprobt wird. Sieben Beschäftigte der Jugendhilfe, einschließlich ihr Leiter Bodo Weirauch, testen zur Vereinfachung ihrer Dokumentationspflicht den so genannten I-Pen: Per Spracherkennung sollen die Einsatzberichte aus den Familien demnächst automatisch erfasst werden, um dann nicht mehr durch die Erziehungshelfer eigenhändig eingetippt werden zu müssen. Das verschafft ihnen mehr Spielraum für die eigentlichen Betreuungsaufgaben. Dies sei ein Baustein von vielen Verbesserungen, mit denen die Jugend- und Familienhilfe ihre Arbeit in Dortmund verbessern will, so Weirauch.

Damit wir auch künftig nicht titeln müssen: "Verwahrlostes Kind tot aufgefunden." bö

Seite 7: Interview

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