Fast 4 Jahre nach Ausfall: Neue Ampel an Kreuzung in Eving gebaut

hzVerkehr in Dortmund

Ein Blitzeinschlag setzte die Ampelanlage an der Derner Straße im September 2016 außer Gefecht. Solange regelte eine teure provisorische Ampel den Verkehr. Die ist jetzt Geschichte.

Eving

, 16.07.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es werde wahrscheinlich noch bis „weit in die nächste Woche“ dauern, bis die Anlage wieder funktioniere: So ließ sich Peter Beiske, damaliger Sprecher von Straßen NRW, in unserem Artikel am 6. September 2016 zur ausgefallenen Ampelanlage an der Kreuzung Derner Straße / Bayrische Straße / Feineisenstraße in Eving zitieren.

Etwas länger hat es dann doch gedauert. Seit Mitte Juli 2020 gibt es eine neue Ampelanlage bei der Haltestelle Schulte Rödding. Bis dahin hatte eine provisorische Ampel den Verkehr an der viel befahrenen Kreuzung geregelt.

Diese war nötig geworden, als Anfang September 2016 ein Blitz in das Stellwerk des Stadtbahn-Betreibers DSW21 an der Reinoldikirche einschlug.

Ampelanlage in Besitz des Landes

Die Folgen davon waren auch in Eving zu spüren: Während der Stadtbahnverkehr an dieser Stelle nur kurzfristig ausfiel, wurde die davon beschädigte Ampel nicht so schnell repariert.

„Schön, dass es hier endlich wieder eine richtige Ampel gibt“, sagte Oliver Stens, Bezirksbürgermeister von Eving, bei einem Ortstermin der Evinger SPD-Fraktion am Dienstag (14.7.). Nur ein paar Tage habe der Bau der neuen Anlage gedauert. „Die war vergangene Woche auf einmal da“, sagte Stens.

Peter Wieseler, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, ärgerte sich über die lange Zeit, die eine provisorische Ampel den Verkehr regeln musste. „Das war ein Hin und Her“, sagte er. „Das Problem war, dass die Signalanlage in Besitz des Landes, nicht der Stadt Dortmund ist.“ Hintergrund: Die Derner Straße ist eine Landestraße und damit in Verantwortung von Straßen NRW.

Nach vier Jahren Warten können die Fußgänger an der Kreuzung wieder eine „richtige“ Ampel nutzen. Rechts ist die Haltestelle Schulte Rödding.

Nach vier Jahren Warten können die Fußgänger an der Kreuzung wieder eine „richtige“ Ampel nutzen. Rechts ist die Haltestelle Schulte Rödding. © Tobias Larisch

Besonders bei der Finanzierung habe es laut Wieseler verschiedene Interessen gegeben. „Die provisorische Ampel war sehr teuer“, sagte Ratsvertreter Hendrik Berndsen. „Die Kosten hätten deutlich geringer ausfallen können, wenn früher eine neue Ampel gebaut worden wäre.“

1600 Euro hat die provisorische Ampel pro Monat gekostet. Bei fast 47 Monaten, die diese an der Derner Straße stand, verursachte das Mietkosten in Höhe von fast 75.000 Euro. Auf Anfrage unserer Redaktion nannte Straßen NRW im Januar geplante Kosten von circa 145.000 Euro.

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Dass der Bau an der Derner Straße, die laut Stens das „Eingangstor von Eving“ sei, so lange gedauert habe, sei unverständlich. „Viele Autofahrer nutzen die Straße, um in die Stadt zu kommen. Das ist die meist befahrene Straße in Eving“, sagte der Bezirksbürgermeister.

Immerhin hat die neue Ampelanlage unter den Ampellichtern eine Tonanlage, damit auch sehbehinderte Menschen die Kreuzung überqueren können. Bleibt nur zu hoffen, dass es in Dortmund nicht mehr so oft gewittert und blitzt.

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