Feuerwehr Dortmund dient als überregionales Vorbild für andere Brandschützer

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Nach langer Wartezeit konnte die Freiwillige Feuerwehr Dortmund jetzt ihre neuen Einsatzwagen in Empfang nehmen. Dabei handelt es sich um eine Spezialanfertigung.

Eving

, 03.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Notfall müssen sie schnell vor Ort sein und richtig reagieren. Bei den Einsätzen müssen sich die Brandschützer von der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund daher auf ihr Equipment verlassen können und stets auf dem aktuellen Stand der Technik sein.

Aus diesem Grund durften sie nun neue Einsatzwagen in ihrem Fuhrpark begrüßen. Diese sind mit einigen Besonderheiten ausgestattet.

Viel Einsatz und Engagement erforderlich

„Es war ein enormer Aufwand und hat viel Energie gekostet, aber letztlich ist in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Firmen Wiss und Scania die Anschaffung der sieben neuen Fahrzeuge geglückt“, resümierte Feuerwehrdirektor Dirk Aschenbrenner.

Neben vier speziellen Löschfahrzeugen nahmen die Brandschützer auch drei neue Mannschaftstransportwagen für die Jugendfeuerwehr in Empfang.

Feuerwehr Dortmund dient als überregionales Vorbild für andere Brandschützer

Vertreter der verantwortlichen Firmen Wiss und Scania überreichten den zahlreichen Brandschützern der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund die Schlüssel für die neuen Einsatzfahrzeuge. © Marius Paul

Vor 13 Jahren begann die Feuerwehr Dortmund bei der Anschaffung von Einsatzwagen neue Wege zu gehen. Anders als zuvor, kombiniert man seither die Eigenschaften verschiedener Fahrzeuge.

„Die neuen LF-L gehören zur dritten Fahrzeuggeneration und ermöglichen nicht nur den Transport von einzelnen Einsatztrupps, sondern beinhalten auch logistische Versorgungsmöglichkeiten und die komplette Grundausstattung“, erklärte der stellvertretende Bereichsleiter Michael Birkhahn.

Zuvor waren immer jeweils ein separates Fahrzeug für den Transport der Mannschaften und eines für das Equipment erforderlich.

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Eigenentwicklung der Feuerwehr Dortmund

Die Abkürzung LF-L steht für „Löschfahrzeug-Logistik“ und ist eine Eigenentwicklung der Feuerwehr Dortmund. Laut Löschzugführer Daniel Kühlkamp erleichtere die Spezialanfertigung die Arbeit der vielen Ehrenamtler ungemein.

„Unter anderem sind die Fahrzeuge mit Werkzeugen ausgerüstet, die beispielsweise bei Unwettern ein sofortiges Eingreifen ermöglichen.“

So gehören ein 1000-Liter-Wassertank, ein Stromgenerator und eine Feuerlöschkreiselpumpe zum Inventar.

Feuerwehr Dortmund dient als überregionales Vorbild für andere Brandschützer

Die neuen Einsatzfahrzeuge verfügen über einen Wassertank, der bis zu 1000 Liter Löschwasser fassen kann. © Marius Paul

Hoher Kostenaufwand lohnt sich

„Die Kosten für ein LF-L belaufen sich auf rund 320.000 Euro. Der Preis beruht auf der technischen Ausstattung und den Spezialanfertigungen, die in dieser Kombination einmalig sind. Dies sind aber Investitionen, die sich auf jeden Fall lohnen“, so Aschenbrenner.

Mittlerweile hätten sich andere Feuerwehren die Idee der Dortmunder abgeschaut und ähnliche Fahrzeugtypen in Auftrag gegeben.

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Bis die vier Großfahrzeuge ihren tatsächlichen Dienst aufnehmen, wird allerdings noch etwas Zeit verstreichen.

„Wir müssen erst einmal dafür sorgen, dass alle Feuerwehrleute angemessen geschult werden. Jeder muss die technischen Details kennen“, unterstrich Kühlkamp. Er rechne damit, dass ab Anfang Dezember mit den neuen Fahrzeugen gearbeitet werden könne.

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