Flinke Hände, gutes Auge und ein Plan: 84 Hobby-Puzzler wetteifern um den Stadtmeister-Titel

hzStadtmeister im Puzzlen

21 Teams sind im Huckarder Karl-Exius-Haus zur 15. Stadtmeisterschaft im Puzzle-Legen angetreten: Für manche ein ernster Wettkampf, für andere ein spaßiger Sonntag. Am Ende gabs einen Sieger.

Huckarde

, 02.03.2020, 15:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sonntag, 11 Uhr im Huckarder Karl-Exius-Haus. 84 gutgelaunte Freunde des gepflegten Puzzle-Legens treten in Viererteams gegeneinander an.

Spielleiterin Iris Neubert erklärt die Regeln, bedankt sich beim Sponsor „Spiele Schmidt“ und enthüllt das Motiv, das es bei der 15. Dortmunder Stadtmeisterschaft zu legen gilt. Ein Garten mit Seerosenteich vom Koreaner Sung Sam Park, ein Fan französischer Impressionisten.

Countdown zum Start der Puzzle-Meisterschaft

Verteilung der Puzzles, Countdown zum Start. Drei, zwo, eins und los. Flinke Hände öffnen die Packung mit ihren 1000 Teilen. Puzzle-Experten taxieren sofort den Schwierigkeitsgrad. Viele Grüntöne, das Blau des Teiches ist noch das Leichteste.

Ein 1000-Teile-Puzzle musste jedes Team bei der Stadtmeisterschaft im Karl-Exius-Haus zusammensetzen.

Ein 1000-Teile-Puzzle musste jedes Team bei der Stadtmeisterschaft im Karl-Exius-Haus zusammensetzen. © Stephan Schütze

Irgendwann ist jedes Puzzle fertig, aber hier geht es um Schnelligkeit. Für ambitionierte Teams auch um die Ehre. Meisterschaften im Schnell-Puzzeln sind bundesweit ziemlich einmalig.

„Die Puzzlequeens“, „Hide And Seek“ oder „Vier flinke Puzzelinen“ sind Stammgäste

„Die Puzzlequeens“, „Hide And Seek“ oder „Vier flinke Puzzelinen“ sind alte Hasen und Stammgäste bei uns“, erzählt Iris Neubert. „Und natürlich die Littis“.

Ah – „die Littis“: Lokalmatadoren aus Kirchlinde und auf Sieg abonniert. Neun Mal dabei, sieben Mal als Sieger gegangen. Solche Legenden des sportiven Puzzelns muss man im Auge behalten.

Die „Puzzle-Heads“ haben Spaß

An den Tischen aller Semi-Profis herrscht von Beginn an „högschte Konzentration“, wie Jogi Löw sagen würde. Es wird nicht getratscht, es wird „geschafft“, um beim Schwäbischen zu bleiben.

Die „Littis“ mit Wibke Rocholl, Melanie Guntermann, Magnus und Stefanie Daum haben ihren Titel bei der Dortmunder Puzzle-Meisterschaft verteidigt.

Die „Littis“ mit Wibke Rocholl, Melanie Guntermann, Magnus und Stefanie Daum haben ihren Titel bei der Dortmunder Puzzle-Meisterschaft verteidigt. © Stephan Schütze

Nur vom Tisch der „Puzzle-Heads“ schallt öfter eine Lachfanfare durch den Saal. Die jungen Burschen sind hörbar der Unterhaltung wegen dabei: Nach 25 Minuten haben sie nicht einmal alle Mosaiksteine auf die richtige Seite gedreht. Aber „Spass inne Backen“!

Auch Familien mit Kindern

Familien mit Kindern sind auch dabei. „Bei uns zählt allein der olympische Gedanke“, sagt Carmen Rickert vom Team „RaCaRoTho“.

Sie ist mit den Söhnen Thor und Romeo und Mann Ralf aus Finnentrop im Sauerland angereist. „Wir haben über Facebook durch die Ruhr Nachrichten vom Turnier gehört und nehmen es als Ausflug in meine Heimat“, sagt Carmen Rickert.

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„Ich find Puzzles ja doof“, erklärt der fünfjährige Thor. Mama und Papa müssen lachen, Thor widmet sich wieder seiner Bockwurst - verköstigt werden die Teilnehmer natürlich auch im Karl-Exius-Haus.

Manche haben selbst Nervennahrung dabei, die „Teilchenphysiker“ setzen auf Gummibärchen gegen Leistungsabfall. Bei den „Littis“ sieht man nichts dergleichen, die laufen ohne Doping zu Hochform auf.

Auch Familien mit Kindern traten bei der Puzzlemeisterschaft im Karl-Exius-Haus an.

Auch Familien mit Kindern traten bei der Puzzlemeisterschaft an. © Stephan Schütze

Wie andere auch haben sie alle Blaumotive vereint, der Mann im Team gleicht immer wieder seine Seerosen mit der Vorlage ab. Neben ihm wächst die Umrandung, alle vier haben ein Sortierbrett vor sich.

Die „Littis“ sind ein effizientes Quartett

Bei den „Littis“ sieht Puzzeln nach strukturierter Arbeit aus, da ist ein effizientes Quartett am Werk. Gegen 11.30 Uhr hat der Rand des Bildes Form angenommen, aber „Big Family“ und „Vier flinke Puzzelinen“ halten gut mit.

12.10 Uhr. Noch ist nichts entschieden. Manche Teams scheinen flächenmäßig sogar vor den „Littis“ zu liegen, die unbeirrbar methodisch weitermachen.

Endspurt gegen 13 Uhr

Endspurt. Gegen 13 Uhr zeichnet sich ein Zweikampf „Littis“ gegen „Puzzelinen“ ab. Jetzt arbeiten sie stehend, nur Blicke für den Tisch.

Nicht oft sieht man so viele, die sich mit Spaß (hallo „Puzzleheads“!) und Ernst nondigital beschäftigen.

13.30 Uhr. Nach 149 Minuten setzen die „Littis“ den Schlussstein. Applaus. Wibke Rocholl, Melanie Guntermann, Magnus und Stefanie Daum gewinnen Siegerpokale und 150 Euro Preisgeld.

Am Ende knapp geschlagen bei der Puzzlemeisterschaft im Karl-Exius-Haus: die „Vier flinken Puzzelinen“.

Am Ende knapp geschlagen und Dortmunder Vizemeister: die „Vier flinken Puzzelinen“. © Stephan Schütze

Platz zwei (100 Euro) geht an die „Puzzelinen“, Rang drei (50 Euro) an die „Puzzlesterne“. „Klar, nächstes Mal sind wir wieder dabei!“, sagen alle, die wir fragten.

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