Flughafen Dortmund bekommt ein Corona-Testzentrum

hzCoronavirus

In Dortmund gibt es bald ein neues Corona-Testzentrum. Am Flughafen können sich Reisende testen lassen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Dortmund

, 24.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab Samstag (25.7.) wird es am Dortmunder Flughafen eine medizinische Station geben, an der sich Reisende auf das Coronavirus testen lassen können.

Testen lassen können sich Menschen, die aus Ländern einreisen, die vom Robert-Koch-Institut als „Risikogebiet“ eingestuft sind.

In Dortmund gibt es Verbindungen in sechs dieser Länder, insgesamt werden zehn Ziele angeflogen: Albanien (Tirana), Bosnien-Herzegowina (Tuzla), Kosovo (Pristina), Nordmazedonien (Ohrid, Skopje), Serbien (Belgrad, Nis) und Ukraine (Charkiw, Lemberg, Kiew-Schuljany). Laut Airport-Sprecherin Davina Ungruhe geht es um circa 25 Ankünfte und 25 Abflüge pro Woche.

Mehr als 150 Länder gelten noch als Risikogebiet

Der Abstrich ist freiwillig und kostenlos. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übernimmt die Kosten und organisiert das Testzentrum.

Ein Land gilt für das RKI als Risikogebiet, wenn die Fallzahlen auffällig hoch sind oder ein sonstiges erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt.

Jetzt lesen

Im Moment gilt für alle Länder außer den EU-Mitgliedsstaaten oder der Schengen-assoziierten Staaten wie die Schweiz oder Norwegen sowie Großbritannien eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Bisher gab es nur einen schriftlichen Hinweis auf die Pflicht zur Quarantäne

Bisher gab es nach Angaben des Flughafens für Passagiere aus Risikogebieten die Anweisung, sich in 14-tägige Quarantäne zu begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Die Reisenden erhielten von der Bundespolizei bisher einen Zettel mit der Aufforderung zur „Absonderung“.

Jetzt lesen

Ob die Quarantäne eingehalten wurde, war nicht nachvollziehbar. In einigen Fällen ist das nachweislich nicht geschehen. Die Zahl der Neuinfektionen, die ihren Ursprung in einem anderen Land haben, war zuletzt steigend. Ein Schwerpunkt lag beispielsweise in Serbien.

Deshalb hatten sich die Gesundheitsminister der Bundesländer am 22. Juli auf Testzentren an Flughäfen für Reisende aus Risikogebieten geeinigt. An allen NRW-Flughäfen werden solche Stationen nun aufgebaut.

Nur Abstriche an der Teststelle in der Flughalle

Laut KVWL-Sprecherin Jana Elbert soll die Teststelle an den Flugplan angepasst werden. Vor Ort werden nur Abstriche gemacht, die dann ins Labor geschickt werden. „Es wird keine Behandlung, Atteste oder Rezepte geben“, sagt Elbert.

Jetzt lesen

Der Test ist freiwillig. Das Ergebnis kommt je nach Laborkapazitäten einige Tage später schriftlich. Reisende können sich mit einem Test einige Tage Quarantäne ersparen und müssen einen möglichen Test beim Hausarzt nicht selbst bezahlen.

Offen ist noch, ob der Test nur für Menschen mit Wohnsitz in NRW möglich ist oder auch für Menschen, die weiterreisen.

Lesen Sie jetzt