Fördermittel futsch: Dortmund muss Geld zurückzahlen, weil Grünfläche einem Edeka weicht

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In den 90ern erhielt Dortmund über 260.000 Euro an Landesmitteln für Grünflächen. Der Bau eines neuen Edeka-Marktes bedeutet das Ende der Förderung. Die Stadt muss jetzt einiges zurückzahlen.

Dorstfeld

, 21.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein neuer Edeka-Markt soll dafür sorgen, dass die Dortmunder besser mit Einkaufsmöglichkeiten versorgt sind. Den Bau des Lebensmittelmarktes hat der Rat der Stadt Dortmund im Juli beschlossen.

BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) und die Interessengemeinschaft (IG) „Dorstfeld Aktiv“ sind strikt gegen den neuen Supermarkt auf der Frerichwiese. Sie wollen demnächst Klage gegen den Neubau einlegen. Ein Anwalt prüft derzeit die Unterlagen.

IG und BUND wollen verhindern, dass eine Grünfläche versiegelt wird. Auch der Naturschutzbeirat unterstützt diesen Ansatz - und legt ein wichtiges Argument auf den Tisch: Wird der Edeka gebaut, muss die Stadt fast 60.000 Euro zurückzahlen. „Diese sind über den Verkauf des Grundstücks abgedeckt“, erklärt Stadt-Pressesprecherin Katrin Pinetzki.

Landesmittel fördern die Vernetzung und den Erhalt von Grünflächen

Zurückzahlen deshalb, weil Dortmund in den 90er-Jahren umgerechnet über 260.000 Euro an Fördergeldern für den Erhalt und die Vernetzung von Grünflächen erhalten hat. Mit der Versiegelung der Frerichwiese muss die Stadt fast ein Drittel des Betrages an das Land NRW zurückzahlen.

„Durch die Schließung des Edeka-Marktes am Wilhelmplatz im Jahre 2004 hat sich eine Änderung der Prioritäten für die Stadtplanung im Bereich des Dorstfelder Ortsteilzentrums ergeben“, sagt Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter auf Anfrage.

Die Sicherung der Nahversorgung habe Vorrang vor dem Erhalt der Frerichwiese und als einzige geeignete Fläche stehe die Grünfläche westlich der Arminiusstraße zur Verfügung.

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