Förderschule könnte langfristig in Wickede bleiben

hzSchwerpunkt Geistige Entwicklung

Teile der Max-Wittmann-Schule sind bis voraussichtlich 2023 am Dollersweg beheimatet. Aktuell prüft die Stadt, ob der Standort auch künftig für eine Förderschule geeignet ist.

Wickede

, 14.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Bedarf für Förderschulplätze langfristig zu planen, gleicht einem Blick in die Glaskugel. Da der Besuch einer Förderschule stark vom Elternwillen abhängt, ist es schwer, genaue Zahlen zu prognostizieren.

Dennoch rechnet die Stadt Dortmund vor allem für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung damit, in Zukunft zusätzliche Kapazitäten zu benötigen. Ein möglicher Standort könnte die Schule am Dollersweg in Wickede sein.

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Aktuell ist in dem Gebäude der ehemaligen Hauptschule Wickede mit der Max-Wittmann-Schule bereits eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung untergebracht.

Auch nach 2024 möglicherweise Standort einer Förderschule

Weil an ihrem eigentlichen Standort an der Oberevinger Straße große Baumaßnahmen erforderlich sind, ist ein Teil der Förderschule bis zum Schuljahr 2023/24 am Dollersweg beheimatet.

Die Stadt will nun untersuchen, ob das Gebäude auch im Anschluss als Förderschule dienen könnte. In der dazugehörigen Vorlage heißt es:

„Aufgrund des voraussichtlich entstehenden Bedarfs ist zu prüfen, ob sich das Gebäude nach Rückzug der Max-Wittmann-Schule zur Nutzung für eine weitere Förderschule Geistige Entwicklung eignet.“

Immer mehr Förderschulplätze benötigt

Bereits im Schuljahr 2018/19 waren die 429 vorhandenen Schulplätze im Förderbereich Geistige Entwicklung vollständig belegt. Dem Schulentwicklungsplan zufolge ist nach einem vorübergehenden Absinken der Prognosezahlen bis zum Schuljahr 2023/24 sogar mit einem Anstieg der erforderlichen Schulplätze auf 460 zu rechnen.

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Um den Anforderungen gerecht werden zu können, zeichne sich der Bedarf einer neuen Schule für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ab. Da kommt die ehemalige Hauptschule Wickede ins Spiel.

Genaue Standortanalyse steht noch aus

Zwar habe eine genaue Analyse noch nicht stattgefunden, „allerdings ist das Gebäude am Dollersweg einer von den möglichen, zu prüfenden Standorten“, erklärt Stadtsprecherin Anke Widow auf Nachfrage.

Ob ein Ort für eine Förderschule in Betracht gezogen werden kann, hänge vom jeweiligen Förderschwerpunkt ab. „Die Räumlichkeiten am Dollersweg spielen in den Überlegungen eine Rolle, weil sich dort bereits eine Förderschule als Ausweichstandort befindet und dieser mittelfristig wieder frei werden wird“, so Widow weiter.

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Grundsätzlich sei das individuelle Konzept der Schule ausschlaggebend. Dies könne zum Beispiel einen größeren Bedarf an räumlichen Differenzierungsmöglichkeiten und an Spezialräumen erforderlich machen.

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