Frau in Dortmund getötet: „Es schockiert, wenn hier so etwas passiert“

hzEhemann verdächtigt

Am Tag nachdem in der östlichen Dortmunder City eine Frau tot aufgefunden wurde, hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihren Ehemann erlassen. Nachbarn und Passanten sind erschüttert.

Dortmund

, 25.02.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nichts deutet an diesem Dienstagnachmittag an der Viktoriastraße darauf hin, dass hier am Vortag (24.2.) in den frühen Morgenstunden eine 30-jährige Frau gewaltsam zu Tode gekommen ist.

Am Tag nach dem grausamen Vorfall herrscht in den Straßen rund um das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Tat ereignete, der alltägliche Trubel. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Dortmund einen Haftbefehl wegen des dringenden Totschlagverdachts gegen den 41-jährigen Ehemann der Frau erlassen.

Opfer war in der Nachbarschaft offenbar nicht bekannt

Trotz der zahlreichen Menschen, die am Tag danach an der Viktoriastraße unterwegs sind, sind direkte Nachbarn kaum anzutreffen. Stattdessen scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, dass es ein völlig normaler Dienstagnachmittag sei.

Dieser Eindruck wird auch dadurch erweckt, dass die Anwohner, die vor Ort sind, von den schrecklichen Vorkommnissen in ihrer Nachbarschaft anscheinend nichts mitbekommen haben.

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So erzählt ein Nachbar, er habe die betroffene Familie weder gekannt, noch habe er am Montag etwas von den Ereignissen im benachbarten Wohnhaus registiert. „Eigentlich dachte ich bislang, dass dies hier ein recht ruhiger Ort zum Leben ist. Aber das scheint sich ja nun erst einmal erledigt zu haben.“

„So etwas schockiert natürlich“

Ein älterer Herr, der zufällig an dem Wohnhaus vorbeikommt, habe durch eine Bekannte von dem Vorfall gehört: „Ich gehe mehrmals in der Woche durch diese Straße. Das ist eigentlich meine normale Route. Da schockiert es natürlich schon, wenn hier so etwas passiert.“

Dieser Tenor scheint in der gesamten Nachbarschaft zu herrschen. Dadurch, dass die Frau mit ihren Kindern erst seit Kurzem in der Wohnung lebte, war sie in der Gegend augenscheinlich kaum bekannt.

Anwohner haben nichts Verdächtiges mitbekommen

Ein weiterer Anwohner berichtet sogar, dass er noch gar nicht gewusst habe, welch schreckliches Verbrechen sich in seiner unmittelbaren Nähe abgespielt habe. Insgesamt seien ihm in der Vergangenheit auch keine verdächtigen oder besonderen Vorkommnisse aufgefallen.

Unterdessen ist die Obduktion des Opfers abgeschlossen. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei ist die 30-Jährige aufgrund „massiver Gewalteinwirkungen gegen den Hals“ verstorben.

Der tatverdächtige Ehemann wurde noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Bislang schwieg er allerdings zu den Vorwürfen.

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