Freibad-Chaos in Deusen - so reagiert die Polizei auf den Hilferuf eines Schwerkranken

hzFreibad Hardenberg

Auf den Brandbrief des Deusener Bürgers Josef Lipke (85) zum Freibad-Chaos vor seiner Haustür hat die Polizei schnell geantwortet. Die Antwort fiel allerdings anders aus, als erhofft.

Deusen

, 03.07.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Deusener Josef Lipke beobachtet seit Jahren mit wachsender Sorge das Verkehrs- und Parkchaos am Freibad Deusen. In diesem Jahr fasste sich der lungenkranke Senior ein Herz und schrieb einen Brandbrief an den Polizeipräsidenten. Die Antwort aus dem Polizeipräsidium ließ nicht lange auf sich warten - und fiel für Josef Lipke enttäuschend aus.

Die Vorwürfe und Bitten, die der Anwohner in seinem Schreiben formulierte, wies der Erste Polizeihauptkommissar zurück - insbesondere auch Lipkes Appell, die Polizeibeamten mögen im Notfall doch Fahrzeuge abschleppen lassen, die Rettungswege blockieren.

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Dazu und zu den beigefügten Fotos schreibt der Erste Polizeihauptkommissar: „Trotz des ordnungswidrigen Parkens sind zwei Fahrstreifen befahrbar. Blockierte Rettungswege erkenne ich nicht. Dass die Beamten hier verpflichtet gewesen wären, die parkenden Fahrzeuge abschleppen zu lassen, kann ich daher nicht bejahen.“

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Der Beamte fordert Lipke auf, sich zukünftig an die Stadt zu wenden, sollten Fahrzeuge den Rettungsweg blockieren. „Außerhalb der Dienstzeiten können Sie den polizeilichen Notruf wählen.“ Für das Abschleppen würden aber strenge Anforderungen durch die Verwaltungsgerichte gelten.

Zudem habe er Lipkes Schreiben an die zuständigen Direktionen weitergeleitet. Mit Vorschlägen für bauliche Änderungen möge sich Josef Lipke ans Tiefbauamt wenden.

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