Friedensgebet der Religionen mit Kurzfilm statt Menschenmenge

Ökumene in Brackel

Das Friedensgebet der Religionen findet in diesem Jahr digital statt. Bei der Umsetzung bekommen die sechs teilnehmenden Glaubensgemeinschaften professionelle Unterstützung.

Brackel

, 05.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
So bunt sieht es sonst beim Friedensgebet auf der Halde Schleswig in Dortmund aus. In diesem Jahr gibt es das Gebet digital.

So bunt sieht es sonst beim Friedensgebet auf der Halde Schleswig in Asseln aus. In diesem Jahr findet das Gebet digital statt. © Evangelische Kirchengemeinde Brackel

Zum Friedensgebet der Religionen kommen normalerweise Vertreter von sechs Glaubensgemeinschaften auf der Halde Schleswig zusammen. Alle Brackeler sind eingeladen, teilzunehmen. In einigen Jahren beteten mehr als 300 Menschen gemeinsam.

Doch in diesem Jahr ist alles ein wenig anders: „Gemeinschaft ist zwar gerade jetzt besonders wichtig, momentan gleichzeitig aber schwer lebbar“, weiß die evangelische Pfarrerin Sandra Sternke-Menne aus Brackel. Das Friedensgebet wolle man darum auf keinen Fall ausfallen, es aber auch nicht in der gewohnten Form mit vielen Besuchern stattfinden lassen.

Kurzfilm mit dem Filmklub Dortmund

Die Lösung: Pfarrerin Sternke-Menne, der katholische Pfarrer Ludger Keite, Rabbi Baruch Babaev, die islamische Theologin Naciye Kamcili-Yildiz, der koptisch-orthodoxe Diakon Magdy Keriakos und der eritreisch-orthodoxe Diakon Filmon Hagos haben das diesjährige Gebet digital gestaltet.

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Professionelle Unterstützung bot dabei der Filmklub Dortmund. In den Gemeinderäumen wurde je ein kurzer Spot aufgenommen. Außerdem haben die sechs Vertreter gemeinsam eine Sequenz auf der Halde gedreht.

Die Spots ergeben einen Kurzfilm. Ab dem 6. 9. ist er auf den Homepages der Gemeinden und auf Youtube zu sehen. Am selben Tag ist von 10 bis 12 Uhr die Kirche Brackel geöffnet und zeigt den Film mehrmals mit musikalischer Begleitung.

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