Fritz Eckengas „neue Rettungsreime“ bieten auch bei Corona Trost

hzKabarett

Der Dortmunder Kabarettist Fritz Eckenga ist auch in Corona-Zeiten gefragt. Er hat einen neuen Gedichtband und steht bald wieder mit Gästen auf der Bühne - an einem neuen Ort.

Dortmund

, 30.09.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer Fritz Eckenga kennt und seinen neuen Gedichtband liest, hat automatisch seine Stimme mit dem leicht ironischen Ruhrpott-Klang im Ohr. Fritz Eckenga ist nicht nur einer der bekannteste Kabarettisten, sondern auch einer der größten lebenden Dichter in Deutschland.

Und den Beleg dafür gibt es mit dem Gedichtband „Eva, Adam, Frau und Mann - da muss Gott wohl noch mal ran“, der jetzt im Verlag Kunstmann mit dem Untertitel „Neue Rettungsreime“ erschienen ist.

Es ist natürlich eine spezielle Form von Gedichten - keine Liebeslyrik oder Naturpoesie. Man fühlt sich bisweilen an Kästner, an Gernhardt oder an Jandl erinnert. Oder besser gesagt: Es ist echt Eckenga, der seinen satirischen Gedichten immer eine besondere Pointe verpasst, die mal schmunzeln, mal laut lachen lassen. Die Vielfalt an Themen ist ebenso groß wie die Formen.

Gedicht über Gelsenkirchen-Mitte

Eckenga bedichtet keine Naturwunder, sondern Bönen, Paderborn oder Gelsenkirchen-Mitte. Eine Kostprobe: Sieh die Zeichen an der Wand, / es boomt, es geht voran. / Dort, wo früher Schlecker stand, / steht in Kürze Rossmann. / Super wird’s, so richtig schick, / viel netter noch als nett, / Primark platt, dafür kommt KiK, / und zwar mit einem Outlet. / Neben Spieltreff eins und zwei / öffnet bald der dritte. / Leute zieht so schnell es geht / nach Gelsenkirchen-Mitte.“

Eckenga spielt mit Sprache und Dialekten, wird bisweilen fast dadaistisch, nimmt scharfzüngig Stellung zu politischen Themen und schafft es sogar ein Interview mit sich selbst in Reime zu packen. Und neben Fußball wird auch Corona zum Thema.

Einige Rettungsreime kennt man schon aus seinen Programmen oder wird sie künftig hören. Denn trotz Corona ist Fritz Eckenga auch auf den Bühnen weiter präsent - zuletzt etwa open-air beim Showprogramm zur Dortmunder Museumsnacht im Westfalenpark.

„Beste Gäste“ ins FZW verlegt

Und auch die Reihe „Beste Gäste @ Eckenga“ geht weiter- corona-bedingt mit einem Ortswechsel. Statt im Fritz-Henßler-Haus finden die nächsten beiden - schon ausverkauften - Veranstaltungen im FZW an der Ritterstraße statt.

Was bleibt ist das Zusammentreffen von Fritz Eckenga mit hochkarätigen Gästen. Am 3. Oktober (Samstag) um 20 Uhr sind Micky Beisenherz und die Zucchini-Sistaz dabei, am 31. Oktober (ebenfalls ein Samstag) Oliver Welke und Kai Magnus Sting.

Der Gedichtband „Eva, Adam, Frau und Mann - da muss Gott wohl noch mal ran“ ist für 18 Euro im Buchhandel erhältlich. Infos auch unter www.eckenga.com

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