Fritz-Henßler-Haus wird 60 Jahre alt - Sasha kommt

Jubiläumsprogramm

Es ist das Haus der Jugend, das Zentrum für Kinder- und Jugendkultur: Der Fritz-Henßler-Haus (FHH) an der Geschwister-Scholl-Straße wird im Oktober 60 Jahre alt. Und weil man so ein Jubiläum groß feiern darf, gibt’s gleich eine ganze Woche mit Jubiläumsprogramm. Eine Übersicht finden Sie hier.

DORTMUND

, 29.09.2016, 16:01 Uhr / Lesedauer: 3 min
Sänger Sasha kommt zur Geburtstagsfeier.

Sänger Sasha kommt zur Geburtstagsfeier.

Am 25. Oktober 1956 ist das Fritz-Henßler-Haus, ein Ort für die Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, eröffnet worden. Benannt ist es nach Fritz Henßler. Als Oberbürgermeister hatte er sich für den Bau des Hauses unterstützt, die Eröffnung erlebte er aber nicht mehr mit, Henßler, der in der NS-Zeit im Widerstand aktiv war und von 1937 bis 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen war, starb im Dezember 1953.

Damals wie heute hat das Haus verschiedenste Nutzer und Angebote. Zuhause sind dort zum Beispiel der Jugendring, die Popschool Dortmund, der Verein Africa Positvie und das Jugendjazz-Orchester. Zu den erfolgreichsten Angeboten des Hauses gehören der Zirkus Fritzantino und das Comedy-Festival Watt’n Hallas.

Einige bekannte Musiker haben hier ihre Anfänge gemacht – zum Beispiel Sänger Sasha der 1991 mit seiner Band Junkfood bei der Nachwuchs-Reihe Bühne frei erstmals im FHH auftrat. Daher ist Sasha auch einer der prominenten Gäste in der Jubiläumswoche:

  • Zirkus Fritzantino

Freitag (30. 9.) bis Sonntag (2. 10.): Es war ein Experiment vor 39 Jahren. Eines, für das das FHH belächelt wurde, sagt Leiter Bernd Weber. Heute ist der Zirkus Fritzantino nicht mehr wegzudenken aus dieser Stadt. Jedes Jahr gibt es ein neues Programm. „Voltaj“ heißt das Neueste. 80 Kinder wirken daran mit. Die Vorpremiere am Freitag, zu der viele Flüchtlinge eingeladen sind, ist ausverkauft. Für Samstag (18 Uhr) und Sonntag (16 Uhr) gibt’s Karten für 12 Euro, Kinder bis 16 Jahre zahlen 10 Euro, erhältlich zuzüglich Gebühren im RN-Service-Center, Silberstraße 21.

  • Video-Spot-Premiere

Sonntag (2. 10.), 20 Uhr: Der dreiminütige Film „Lebensbildung“ stellt die Arbeit der Jugendverbände vor. Junge Leute haben ihn selbst erstellt, die Band Max im Parkhaus begleitet den Spot musikalisch – und tritt nach der Premiere live auf. Der Eintritt ist frei.

  • Dizzy Guitar Café

Dienstag (4. 10.), 19 Uhr: Seit zehn Jahren treffen sich jeden ersten Dienstag im Monat Gitarrenspieler, um sich auszutauschen und einander vorzuspielen. An diesem Tag tritt einer der ersten Teilnehmer der Reihe auf – mittlerweile ein Weltstar: Joscho Stephan spielt mit seinem Trio Gypsy-Jazz. Der Eintritt ist frei.

  • Poetry-Slam (im FZW)

Mittwoch (5. 10.), 20 Uhr: Im FHH plant das Jugendamt auch einige Veranstaltungen für das FZW. Zum Beispiel den Poetry Slam. Auf der Bühne stehen talentierte Wortakrobaten. Eintritt: 5 Euro.

  • Pop-Night-Special

Mittwoch (5. 10.), 19.30 Uhr: Musik, sagt Bernd Weber, war und ist immer ein wichtiges Thema im FHH. Nachwuchskünstler können hier unter professionellen Bedingungen auftreten. Die Pop Night ist eine Kooperation mit der Musikschule. Im Café treten Bands, Solisten und Chöre auf, junge Talente, die sich an viele Stile heranwagen. Unter dem Titel „Young Talents – Young Bands“ sind drei Formationen dabei: die Zwillingsbrüder Finn und Jonas Ulrich, die aktuell bei der Kika-Sendung Dein Song mitmachen, das akustische Trio Ilja Berger, Eteeyem Ita und Dean Hauch und die Rockband Guitar Connection. Der Eintritt ist frei.

  • Theater „Überdasleben“

Donnerstag (6. 10.): Im Theaterstück geht es um den Nationalsozialismus, die Gräuel dieser Zeit und den Alltagswiderstand. Seit vielen Jahren organisiert das FHH Theaterstücke, die politische Themen altersgerecht aufgreifen. Der Abend ist bereits ausverkauft.

  • Familiennachmittag

8. Oktober (Samstag): Von 14 bis 18 Uhr gestalten der Zirkus Fritzantino und der Verein Feuerpädagogik ein Programm. Kinder können Jonglieren üben und am Lagerfeuer Stockbrot backen. Der Eintritt ist frei.

  • Jubiläumsgala

8. Oktober (Samstag), 20 Uhr: „Er ist“, sagt Bernd Weber, „die größte Entdeckung dieses Hauses.“ Gemeint ist Sascha Schmitz (Foto) – besser bekannt als Sasha. Der 44-jährige trat schon 1991 im FHH auf. 1998 gelang ihm mit dem Lied „If you believe“ der Durchbruch. Für sein späteres Rockabilly-Projekt „Dick Brave and the Backbeats“ probte Sasha ebenfalls im FHH. Bei der Gala aufzutreten ist für ihn Ehrensache. Außerdem auf der Bühne stehen: Kabarettist Ingo Oschmann, der Zirkus Fritzantino, die Tanzgruppe der Deutschen Schreberjugend (die älteste Gruppe im Haus, sie ist schon seit 60 Jahren dabei), die Theatergruppe des Jugendtreffs Sunrise, die Kindertanzgruppe Afro-Youth, Poetry-Slammer Jason Bartsch und das Ensemble der Glen-Buschmann-Jazzakademie. Eintritt 15 Euro, für Karten beeilen.

  • Big-Band-Festival

9. Oktober (Sonntag): Zum Abschluss gibt’s Jazz, denn auch der hat einen festen Platz im FHH. Das Kinderkonzert „Vom Blues zum Groove“ des Jugend-Jazz-Orchester erzählt um 11 Uhr die Geschichte des Alligators Duke. Karten: 10 Euro, bis 15 Jahre 6 Euro. Am Abend, ab 18 Uhr, gestalten das Jugend-Jazz-Orchester NRW und die Big Band der Glen-Buschmann-Jazzakademie das Musik-Programm.

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