Ein Verdi-Demozug durch die Nordstadt im Jahr 2012 zeigt unser Archivbild. Für Donnerstag sind gleich fünf Züge angemeldet. © Dieter Menne (Archivbild)

Fünffach-Demo sorgt für Staugefahr und Wall-Sperrungen in Dortmund

Dortmund steht der nächste Demo-Tag bevor: Aus gleich fünf Richtungen ziehen am Donnerstag Hunderte Gewerkschaftler in die City. Es besteht akute Staugefahr. Der Wall wird zeitweise gesperrt.

Derzeit bricht eine wahre Streikwelle über Dortmund hinein: Die Gewerkschaft Verdi lässt im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst die Muskeln spielen. Am Donnerstag werden voraussichtlich unter anderem die Stadtverwaltung und die städtischen Fabido-Kitas geschlossen sein.

Um ihre Forderung nach mehr Lohn und besseren Arbeitsbedingungen auch auf die Straße zu bringen, organisiert Verdi am Donnerstagvormittag fünf Demo-Züge zum Friedensplatz in die Innenstadt – und wird damit für erhebliche Verkehrsprobleme sorgen.

Nach Angaben der Polizei wurden für jeden der fünf Demo-Züge jeweils 100 Teilnehmer angemeldet. Aus Gewerkschaftskreisen ist jedoch zu hören, dass es auch bedeutend mehr werden könnten.

Die Routen der Verdi-Demos durch Dortmund:

  • Fahrradcorso: Treffpunkt am Hörder Burgplatz am Phoenix-See. Danach: Faßstraße, Willem-van-Vloten-Straße, Märkische Straße, links in den Südwall.
  • Fahrradcorso: Treffpunkt an der Parkplatzeinfahrt 28-30 der TU Dortmund, Otto-Hahn-Straße. Danach: Otto-Hahn-Straße, Vogelpothsweg, Wittener Straße, Rheinische Straße, Unionstraße, Westentor, links auf Wallring.
  • Fahrradcorso: Treffpunkt am Hoeschpark, Parkplatz Kirchderner Straße. Danach: Lünenerstraße, Wambeler Straße, einmal um den Borsigplatz, Borsigstraße, Bornstraße, dann links auf Schwanenwall.
  • Fußmarsch: Treffpunkt am Naturmuseum, Parkplatz Burgweg. Danach: Burgweg, Münsterstraße, Leopoldstraße, Burgtor, links auf den Burgwall.
  • Fußmarsch: Treffpunkt auf dem Vorplatz des Cinestar am Hauptbahnhof. Danach: Steinstraße, Grüne Straße, Schützenstraße, Königswall.

Alle Demos sind ab 8 Uhr angemeldet. Bis sich die Kundgebungen dann aber in Bewegung setzen, wird es voraussichtlich über eine Stunde dauern.

Die Polizei wird die betroffenen Straßenabschnitte unmittelbar vor der Passage der Demo sperren und danach wieder freigeben. „Wir versuchen, die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten“, sagt Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt.

Dennoch wird es voraussichtlich zu längeren Sperrungen zumindest einiger Wallabschnitte kommen, besonders bei den beiden Demo-Fußmärschen.

Laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Steinmetz werden alle Demos auf dem Innenring des Walls unterwegs sein. Es könnte passieren, dass dieser sogar zeitweise komplett gesperrt werden müsse, je nachdem, wann die einzelnen Demo-Züge auf den Wall einbiegen. „Gegebenfalls müssen die Fahrrad-Demos eine oder zwei Ehrenrunden über den Innenwall fahren.“

Eine Abschluss-Kundgebung wird es aus Coronaschutz-Gründen nicht geben, auch soll in den Demozügen auf Abstand geachtet werden.

Bereits am vergangenen Freitag hatte „Fridays for Future“ auf gleiche Weise für Staus und Verkehrsbehinderungen gesorgt.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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