Fußballhelden und Prinz Eisenherz - Helden und Mythen sind reif fürs Museum

hzVortragsreihe

Heldinnen, Helden und Mythen sind in diesem Jahr das Thema bei den „Stadtgesprächen im Museum“. Dabei darf natürlich das Thema Fußball nicht fehlen.

Dortmund

, 16.05.2019, 13:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit zehn Jahren gibt es die gemeinsame Veranstaltungsreihe von TU Dortmund und dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). An zehn Abenden geht es um verschiedenen Aspekte eines zentralen Themas. Und das sind in diesem Jahr Heldinnen, Helden und Mythen.

Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden jeweils donnerstags um 18 Uhr in der Rotunde des MKK (Hansastraße 3) statt und sind kostenfrei.

  • Auftakt ist an diesem Donnerstag (16. Mai). Der Germanist Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen) spricht unter dem Titel „Königin Luise, Bismarck, Lady Diana“ über die Funktionsweise moderner Mythen und ihrer Systeme.
  • „Fußballhelden“ sind Thema am 6. Juni, wenn Dr. Henry Wahlig vom Deutschen Fußballmuseum über die wohl populärste Heldengattung im Sport spricht.
  • Den Religionsstifter Mose als Held im Alten Testament behandelt der Theologe Prof. Thomas Pola (TU Dortmund), der am 27. Juni vorträgt.
  • Im Juli beschäftigt sich der Kunsthistoriker und Kurator Dr. Alexander Braun mit einem Comic-Helden und der Populärkultur der Nachkriegsjahre: „Prinz Eisenherz in der Neuen Welt“.
  • Wer war Robin Hood: Sozialrevolutionär, Gesetzloser oder romantisch-verwegener Kinoheld? Am 12. September spricht der Archäologe Philipp Sulzer (MKK) über den mittelalterlichen Helden, dem das Museum ab September eine Familien-Mitmachausstellung widmet.
  • Die Germanistin Prof. Ellen Risholm (TU Dortmund) schließt am 26. September an mit einem Vortrag über die Darstellung der Arbeit im deutschen Film der Gegenwart.
  • Um die Gründungsmythen und Helden der HipHop-Kultur geht es am 24. Oktober in dem Vortrag „Born in the Bronx?“ der Amerikanistin Dr. Sina Nitzsche (RUB / TU Dortmund), bei dem sie die popkulturelle Inszenierung hinter dem Phänomen hinterfragt.
  • Ein lokaler Held ist der Heilige Reinoldus, dem eine heldenhafte Rolle in der frühen Stadtgeschichte Dortmunds zugeschrieben wird. Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) spricht am 14. November über den Stadtpatron und die wechselnde Rolle, die er seit dem frühen 14. Jahrhundert einnimmt.
  • „Eroica. Beethoven als Held“ ist der Titel eines Vortrags am 28. November. Prof. Holger Noltze (TU Dortmund) spricht über das Heldenhafte in der Person des Komponisten und in seiner Musik.
  • Zum Abschluss der Reihe beschäftigt sich der Historiker Dr. Karl Lauschke am 12. Dezember mit den „Helden der Arbeit“ – Malocher, Proletarier, Lohnempfänger“.
Lesen Sie jetzt