Geburten und Hochzeiten: Darum war 2019 in Dortmund kein Jahr der Liebe

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Dortmund, wie es lebt, heiratet und stirbt. Das sind die Zahlen für das Jahr 2019 aus dem Standesamt der Stadt. Eine Tendenz: Es scheint kein Jahr der Liebe gewesen zu sein.

Dortmund

, 05.01.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn in einer Jahresabschluss-Statistik des Standesamts überall ein „weniger“ steht, ist erst einmal nichts Schlimmes. Es geht ja nicht um Quoten.

In Dortmund sinken alle Zahlen. Weniger Geburten und weniger Hochzeiten, vermeldet die Stadt Dortmund auf Anfrage. Aus der Abweichung lässt sich noch kein allgemeiner Trend ablesen. Zumal beide Zahlen zuletzt stetig gestiegen waren.

Aber es bleibt die Feststellung: Familienplanung und Hochzeit waren 2019 für weniger Dortmunder ein Thema als in den Jahren zuvor.

Die Geburten

Stadtsprecher Christian Schön nennt die abschließende Zahl von 5442 Geburtsbeurkundungen. Das weicht leicht von der am 2. Januar bei Twitter veröffentlichten Zahl von 5410 Geburten ab.

Insgesamt stehen 84 Geburten weniger als im Jahr 2018.

2814 Neugeborene sind männlich, 2628 weiblich. Nach Angaben der Stadt gab es keine Geburten „divers bzw. unbestimmt“ ohne Angabe eines Geschlechts.

Die Namen

Mia und Milan waren 2019 die beliebtesten Vornamen. Insgesamt wurde die Namensrangliste wie schon in den Vorjahren durcheinandergewirbelt. Viele vor Kurzem noch beliebte Namen werden wieder seltener verwendet.

Außergewöhnliche Vornamen fehlen 2019 in der Liste. 1598 Kinder und damit weniger als 30 Prozent aller Kinder haben einen zweiten Vornamen, nur rund 150 einen dritten oder vierten.

Neben vielen ausländischen Namen findet sich der möglicherweise ungewöhnlichste Zusatzname ganz am Ende der Liste: Es gibt ein Kind, das Horst-Dieter als vierten Vornamen hat.

Die Hochzeiten

Die Zahl der Eheschließungen ist gegenüber 2018 leicht gesunken. 2661 Paare sagten 2019 „Ja, ich will“, im Vorjahr waren es 2778.

Nach Angaben des Standesamts gab es 115 gleichgeschlechtliche Ehen (60 männliche Paare und 55 weibliche Paare). 49-mal sei dabei eine eingetragene Lebenspartnerschaft in eine „Eheschließung bei bestehender Lebenspartnerschaft“ umgeschrieben worden, so Stadtsprecher Christian Schön.

Einen besonders beliebten Tag für die Trauung gab es im vergangenen Jahr nicht. Etwas überraschend auch nicht den 19.9.19, an dem es 32 Trauungen gab. Die meisten Eheschließungen gab es am 7. September (37). Überhaupt heiraten Dortmunder am liebsten im September, gefolgt von August, Oktober und Juli.

Beliebtester Ambiente-Trauort bleibt die Kapelle Wischlingen. Wachsender Beliebtheit erfreuten sich das Haus Rodenberg in Aplerbeck, aber auch das Brauereimuseum und Schloss Westhusen.

Im Signal Iduna Park gab es im vergangenen Jahr 19 Eheschließungen. Ein Paar wählte den 9.9.19 als Termin, ein anderes den 19.9.19.

Die Sterbefälle

2019 wurden bei der Stadt 7157 Sterbefälle beurkundet (3571 männlich und 3586 weiblich). Im Jahr zuvor lag die Zahl der Verstorbenen bei 7251.

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