Angst vor neuem Corona-Hotspot: Siedlung verzichtet auf Halloween

hzHalloween in Dortmund

In der „Holland-Siedlung“ im Dortmunder Süden toben normalerweise an Halloween mehr kleine Geister herum, als im Rest des Stadtbezirkes. In diesem Jahr aber nicht. Eine Bitte der Anwohner.

Sölderholz

, 29.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Warum es so ist, kann Michael Draeger auch nicht sagen. Es habe sich halt in den Jahren so entwickelt. In der „Holland-Siedlung“ in Sölderholz, an der Stadtgrenze zu Schwerte, herrscht jedes Jahr am 31. Oktober Party pur. Hunderte kleine Monster bevölkern die Straßen.

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Ob am Ligusterweg, dem Lavendelweg oder auch dem Buchsbaumweg. Die Häuser sind geschmückt, viele Süßigkeiten warten auf die kleinen Besucher, die, so Draeger, aus dem gesamten Umkreis in die Halloween-affine Siedlung strömen.

Besucher wurden mit Kleinbussen gebracht

„In den letzten Jahren kamen die Besucher in Bussen“, sagt Draeger. Woher? Schulterzucken. Es hatte sich wohl rumgesprochen, dass in der „Holland-Siedlung“ besonders schaurig Halloween gefeiert wird.

Nur wenige Häuser werden in diesem Jahr geschmückt.

Nur wenige Häuser werden in diesem Jahr geschmückt. © Jörg Bauerfeld

Die Häuser sind ganz besonders geschmückt, in vielen Vorgärten wird gegrillt oder Glühwein getrunken - und es gibt „Süßes oder Saures“.

Aber 2020 gibt es da was, was auch die Halloween-Gespenster erschaudern lässt - das Coronavirus. Darum soll es in diesem Jahr auch kein Festtag werden und die kleinen Geister sollen draußen bleiben.

An den Schulen werden Plakate aufgehängt

Dazu werden beispielsweise an den Schulen in der Umgebung Plakate aufgehängt, auf denen der Vorstand der Siedlergemeinschaft darum bittet, in diesem Jahr keinen Halloween-Ausflug in die Siedlung zu unternehmen.

Sogar das Ordnungsamt der Stadt Dortmund ist wohl schon eingeschaltet worden, um eine „Geisterwanderung“ am Samstag (31.10.) in Richtung Dortmunder Süden zu unterbinden.

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In den Vorjahren seien die Straßen der Siedlung so gefüllt gewesen, wie zu Stoßzeiten auf der Cranger Kirmes. Es seien Kinder mit Kleinbussen in unendlicher Zahl aus der Umgebung zur Siedlung gefahren worden, um dort an den Türen um Süßes oder Saures zu bitten, so ist in dem Schreiben zu lesen.

Keine Gruselhäuser in diesem Jahr

Es werde in diesem Jahr in der Siedlung keinen Gruselaufbau geben und die Straßen würden durch das Ordnungsamt kontrolliert werden. Auch auf Facebook wurde das Thema heftig diskutiert.

Ich hoffe, dass die Eltern so vernünftig sind und die Kinder nicht zum Sammeln schicken. Wir schmücken dieses Jahr auch extra nicht“, ist da zu lesen oder: „In den kleinen Einfahrten der Holland-Siedlung und bei großem Andrang kann man keinen Sicherheitsabstand einhalten.“

Es fällt wohl dieses Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer, das große Halloween-Spektakel in der „Holland-Siedlung“ in Sölderholz.

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