Geldsegen aus Düsseldorf: Freibad und Sportanlage im Westen sind dabei

hzNeue Becken und Kabinen

Eigentlich sind es gute Nachrichten für den Dortmunder Westen: Gleich zwei Sportstätten sollen von einem gigantischen NRW-Förderprogramm profitieren. Einen kleinen Haken gibt es aber noch.

Marten, Deusen

, 03.11.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Angebot klingt verlockend und die Stadt Dortmund hat auch direkt zugeschlagen: Das NRW-Heimatministerium hat im Sommer einen Projektaufruf zur Anmeldung von förderungswürdigen Sportstätten gestartet. Innerhalb des Förderprogramms stehen rund 47 Millionen Euro im Jahr 2020 und rund 31 Millionen im Jahr 2021 zur Verfügung.

Die Stadt bewirbt sich gleich mit sechs Projekten um einen Teil der Fördergelder. Wenn es gut läuft, bekommt die Kommune für alle Maßnahmen eine NRW-Finanzspritze von knapp sechs Millionen Euro – bei einem Eigenanteil von knapp vier Millionen Euro.

Für Marten könnte es eng werden

Auch zwei Sportstätten aus dem Dortmunder Westen haben es auf die kleine Prioritätenliste geschafft: das Freibad Hardenberg in Deusen und die Bezirkssportanlage in Marten. Knackpunkt: Kommunen, die mehrere Anträge stellen, müssen eine Priorisierung der Förderprojekte vornehmen. Für Marten könnte es deshalb eng werden.

Dr. Manfred Kesper setzt sich schon lange dafür ein, dass die Sportanlage saniert wird. "Wir sind so gut vorbereitet, dass wir sofort einen Architekten beauftragen könnten."

Dr. Manfred Kesper setzt sich schon lange dafür ein, dass die Sportanlage saniert wird. "Wir sind so gut vorbereitet, dass wir sofort einen Architekten beauftragen könnten." © Beate Dönnewald (Archiv)

Denn die Sportanlage mit ihren Hoch- und Tiefbaumaßnahmen landet ganz hinten auf den Plätzen 5 und 6. Dass alle sechs Projekte genehmigt werden, ist eher unwahrscheinlich. Etwas besser sind die Chancen für Deusens Freibad mit Priorität 3.

Edelstahlbecken für Freibad Hardenberg

In Deusen könnte es mithilfe des Fördergeldes buchstäblich „edel“ werden. Denn in die beiden Schwimmbecken (Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken) sollen Edelstahlbecken eingebaut werden – von den Seitenwänden bis zum Beckenboden soll dort eine dichte Edelstahl-Einheit entstehen. Kostenpunkt: 1,86 Millionen Euro. Weil die Fördergrenze bei 750.000 Euro liegt, beläuft sich der städtische Eigenanteil auf 1,11 Mio. Euro (60 Prozent).

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Die Pläne für die Anlage am Wischlinger Weg klingen aufwendiger. Nicht nur die Fußballvereine sollen die Sportstätte langfristig nutzen, sondern auch Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen in Kooperation mit dem SV Arminia Marten. Hier müssen unter anderem die Umkleidegebäude saniert, der ehemalige Rasenplatz umgestaltet und die Tribünenanlage repariert werden.

Die Betriebssportanlage am Wischlinger Weg hat Priorität 5 und 6, ob es mit der Förderung in der ersten Runde klappt, ist also noch fraglich.

Die Betriebssportanlage am Wischlinger Weg hat Priorität 5 und 6, ob es mit der Förderung in der ersten Runde klappt, ist also noch fraglich. © Archiv

Alles andere als tragisch empfindet Dr. Manfred Kesper, 2. Geschäftsführer des SV Arminia Marten, die Plätze 5 und 6 auf der Prioritätenliste. „Die Hauptsache ist doch, dass wir gelistet sind“, sagt Kesper, der sich schon lange für eine Sanierung der Anlage einsetzt.

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Große Freude bei Arminia Marten

Sollte Marten die erste Förderrunde nicht überstehen, dann sei man im nächsten Jahr auf der Liste ganz vorne, erklärt Kesper. Er freue sich riesig, dass der Rat die Sportstätte für das neue Förderprogramm berücksichtigt hat. „Denn mit dem Landesförderprogramm ,Moderne Sportstätten 2022‘ hat es ja leider nicht geklappt.“

Für den Hochbau sind 1,73 Mio. Euro veranschlagt (230.000 Euro Eigenanteil), für den Tiefbau 620.000 Euro (100 % Förderung).

Konstituierende Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund

  • Das Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten steht auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund am Dienstag (10.11.) um 17 Uhr im PZ der Heinrich-Böll-Gesamtschule, Volksgartenstraße 19-23.
  • In dieser Sitzung werden auch der neue Bezirksbürgermeister oder die neue Bezirksbürgermeisterin sowie sein(e) Stellvertreter gewählt.
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