Geschichtswerkstatt sucht in Deusen ehemaligen Kanal-Fährmann

Zeitzeugen

Glück für den Deusener Heimatforscher Andreas Müller. Ein Zeitzeuge möchte ihm von einem unbekannten Kapitel Dortmunder Geschichte berichten. Doch was dann geschah, konnte niemand vorhersehen.

Deusen

, 24.09.2019, 09:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschichtswerkstatt sucht in Deusen ehemaligen Kanal-Fährmann

Nach dem Krieg waren die Kanalbrücken zerstört. Ein Fährmann brachte die Bergleute, die auf der anderen Seite arbeiteten, von Ufer zu Ufer. © Oliver Schaper

In diesem Jahr feierte die von Andreas Müller und Susanne Meyer herausgegebene Deusener Chronik Jubiläum. Die Berichte darüber bewegten viele Leser. Ein Huckarder Senior nahm die Artikel gar zum Anlass, Andreas Müller, einen der beiden Verfasser der Deusener Chronik, von der Geschichtswerkstatt Dortmund, ausfindig zu machen und ihm spontan einen Besuch abzustatten.

Dieser Mann hatte viel zu erzählen – besonders aus der Nachkriegszeit: Als Fährmann arbeitete er im jugendlichen Alter damals einige Jahre unterhalb der von den Alliierten zerstörten Brücke auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Ellinghausen und fuhr die Bergleute der Zeche Hardenberg mit dem Boot über die Wasserstraße zur Schicht.

Aktentasche gestohlen

Andreas Müller hat sich diese Erinnerungen aus Zeitgründen leider nicht ausführlich notiert und einen späteren Interview-Termin vereinbart. Dazu kam es aber nicht, da dem Hobby-Historiker kurze Zeit später seine Aktentasche gestohlen wurde, in der sich neben wichtige Papieren und Dokumenten auch die Adresse des ehemaligen Fährmannes befand.

Seitdem ist er auf der Suche nach dem wichtigen Zeitzeugen und hofft, ihn mithilfe dieser Nachricht zu finden. Kontaktaufnahme wird erbeten bei Andreas Müller, Tel. 0231-436724, oder Susanne Meyer, Tel. 0151-29111992.

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