Gesundheitsamt weitet Hilfe für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen aus

Neue Stellen

22 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zeigen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten. Diesem Ergebnis einer bundesweiten Studie folgt die Stadt Dortmund nun und schafft zwei neue Stellen.

Dortmund

, 11.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Das Gesundheitsamt weitet seine Hilfe für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen aus. Die sozialpsychiatrische Versorgung durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst werde von rund einer halben auf zwei Stellen aufgestockt so Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner. Zusätzlich zur bislang eingesetzten Ärztin werden zukünftig auch ein Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin und ein Therapeut oder eine Therapeutin in dem Bereich arbeiten.

„Wir tragen damit der leider steigenden Tendenz von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen Rechnung“, erläutert Birgit Zoerner. Eine bundesweite Studie zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zeigt: 22 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zeigen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten.

Erweitertes Aufgabenspektrum

Das neue Team soll neben Hilfe in Krisensituationen auch eigene Beratungssprechstunden anbieten. Auch eine Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern an den Schulen ist geplant.

Auch Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind, und sogenannte „Systemsprenger“ sollen zukünftig stärker vom Gesundheitsamt unterstützt werden. Als „Systemsprenger“ gelten Kinder und Jugendliche, deren Sozialverhalten immer wieder dazu führt, dass therapeutische oder pädagogische Unterstützung abgebrochen werden muss.

Lesen Sie jetzt