Stadion, Florian und das U: Grabstein für Altoberbürgermeister auf Hauptfriedhof Brackel

Grabsteine erzählen Geschichten

Grabsteine erzählen Geschichten: Unter diesem Titel stellen wir bekannte Menschen anhand ihrer Gräber vor. Den Anfang macht ein Oberbürgermeister, nach dem ein Dortmunder Platz benannt ist.

von Tobias Weskamp

Brackel

, 28.05.2019, 21:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadion, Florian und das U: Grabstein für Altoberbürgermeister auf Hauptfriedhof Brackel

Der ehemalige Oberbürgermeister Günter Samtlebe liegt auf dem Hauptfriedhof begraben. © Tobias Weskamp

Auf einem schlichten grauen Stein sind neben neben einigen Verwandten auch die Lebensdaten des Altbürgermeisters Günter Samtlebe verzeichnet. Als stilisierte Silhouette zu sehen sind zahlreiche markante Bauwerke wie das Westfalenstadion, die während seiner Amtszeit entstanden sind.

Samtlebe wurde am 25. Februar 1926 in Schüren geboren. Nach dem Krieg trat er in die SPD ein. Er arbeitete bei der Hoesch AG. Seine politische Karriere begann 1956 mit seiner Mitgliedschaft im Rat.

„Datt beste am Wein is datt Pils danach“

1973 wurde er zum Oberbürgermeister gewählt, der er 26 Jahre lang blieb. Er begleitete die Stadt unter anderem von der ehemaligen Bergbau- und Montanindustrie hin zum Bildungs- und Technologiestandort.

Neben dem großen Bundesverdienstkreuz erhielt er für seinen Einsatz für die Städtepartnerschaft mit Leeds 1980 den Rang „Commander of the British Empire“.

Samtlebe galt als bürgernah. Unter anderem sagte er „Datt beste am Wein is datt Pils danach“ von ihm, ebenso die Bezeichnung des Hauptbahnhofes als „Pommesbude mit Gleisanschluss“. Am 7. Juli 2011 starb Samtlebe mit 85 Jahren.

Nach ihm benannter Platz war vorher namenlos

Der heutige Günter-Samtlebe-Platz war bis Anfang 2015 namenlos. Erst dann wurde er zu Ehren Samtlebes benannt. Es wurde auch vorgeschlagen, die Kampstraße oder den Friedensplatz nach dem Politiker zu benennen.

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