Große Bank schließt dauerhaft 3 Filialen in Dortmund

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In drei Stadtbezirken verlieren die Dortmunder je eine Bankfiliale. Das Geldinstitut spricht von „Zusammenlegungen“ - das erste Halbjahr 2020 sei durchaus erfolgreich gewesen.

Dortmund

, 26.08.2020, 04:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pressemitteilung zum Thema liest sich durchweg positiv. Auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 blicke man zurück: „In den ersten sechs Monaten haben wir netto rund 1000 Dortmunder als neue Kunden gewonnen und betreuen in der Niederlassung damit über 115.000 Privat- und Unternehmerkunden“, wird Christian Erber, Niederlassungsleiter für Privat- und Unternehmerkunden, zitiert.

„Das Kundenverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert und die Corona-Krise hat diese Entwicklung noch verstärkt. Jeder dritte Kunde nutzt die digitalen Kanäle nun intensiver als vorher“, so Erber. Doch nicht alle Commerzbank-Kunden werden sich über die Neuigkeiten freuen.

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Auf das geänderte Kundenverhalten habe man reagiert und „an rund 200 Filialstandorten bundesweit die Beratung vor Ort durch Filialzusammenlegungen gebündelt“.

In Dortmund werden nun die Commerzbank-Filialen in Hombruch und Mengede sowie die an der Münsterstraße, welche seit Mitte März wegen der Corona-Krise geschlossen waren, nicht wieder öffnen. „Sie werden mit der Hauptfiliale am Hansaplatz 2 zusammengelegt“, heißt es.

Die Hauptfiliale der Commerzbank am Hansaplatz bleibt bestehen.

Die Hauptfiliale der Commerzbank am Hansaplatz bleibt bestehen. © Bastian Pietsch (Archiv)

Die Berater, die während der gesamten Corona-Zeit telefonisch und per E-Mail erreichbar waren, ziehen in andere Commerzbank-Filialen um. Die Kunden der betroffenen Filialen sollen in Kürze über weitere Details informiert werden.

„Wir werden alles dafür tun, dass sich unsere Kunden aus Hombruch, Mengede und aus der Filiale an der Münsterstraße auch weiterhin gut betreut fühlen“, betont Christian Erber. „Hier haben wir das gebündelte Know-How unter einem Dach“, sagt er mit Blick auf die Zentrale am Hansaplatz.

14,4 Prozent mehr Ratenkredite als im Vorjahr

Zur Halbjahresbilanz sagt Erber: „Kunden haben die niedrigen Zinsen genutzt und in Immobilien investiert. In Dortmund wurden Baufinanzierungen in Höhe von über 100 Millionen Euro vergeben. Damit wuchs der Bestand auf rund 946 Millionen Euro.“ Bei Ratenkrediten wird ein Plus von 14,4 Prozent im Vorjahresvergleich verbucht.

„Digitalisierung ist ein elementarer Teil unserer Strategie. Wir haben in der Corona-Krise aber auch gesehen, wie wichtig persönliche Beratung bei komplexen Finanzthemen ist“, sagt Marc Werner, Niederlassungsleiter für Firmenkunden: „Wir sind uns der besonderen Verantwortung für den hiesigen Wirtschaftsraum bewusst. Unsere Kunden erfolgreich durch diese stürmischen Zeiten zu navigieren, ist das Gebot der Stunde“.

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