Großes Verkehrskonzept für Hacheney geplant - nur wann?

hzVerkehrsplanung in Dortmund

Die Situation ist kompliziert. Es geht um eine neue Klinik am Rombergpark, zu viel Verkehr auf alten Straßen, die Stadtverwaltung fühlt sich missverstanden und die Bürger sind auf dem Baum.

Hacheney

, 11.09.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war wohl die Eröffnung des neuen Leichtathletikstadions in Hacheney, die die Diskussion über ein großes Verkehrskonzept im Dortmunder Süden wieder lauter werden ließ.

Dabei geht es um eine Situation, die schon seit Jahrzehnten verfahren ist. Bürger im Bereich Hacheney, zwischen dem Rombergpark und der Zillestraße, fühlen sich von der Stadtverwaltung im Stich gelassen. Der Verkehr in diesem Bereich nimmt zu, die Straßen und Kreuzungen bleiben die alten.

Ein „kleines Verkehrsgutachten“ für den Klinikneubau

Dazu kommt noch die Planung einer neuen Suchtklinik am Rombergpark, die auf einer Infoveranstaltung im Sommer 2019 die Wogen hochschlagen ließen. Die Stadt hat reagiert und Verbesserungen vorgenommen, die auf das „kleine Verkehrsgutachten“ aufbauen, das für den Klinikneubau in Auftrag gegeben wurde.

Hier geht es zu umstrittenen Auf- und Abfahrt zur B54 in Hacheney.

Hier geht es zu umstrittenen Auf- und Abfahrt zur B54 in Hacheney. © Jörg Bauerfeld

Was die „große Lösung“ für den gesamten Bereich Hacheney und Teile von Wellinghofen angeht, fühlt sich die Verwaltung zu Unrecht in die Ecke gedrängt, denn das von der Bevölkerung und der Hörder Politik immer wieder geforderte große Verkehrskonzept würde noch kommen.

Verkehrsuntersuchung vielleicht noch 2020

Zum Zeitpunkt gibt es jedoch vonseiten der Stadt noch keine näheren Informationen. Zunächst soll noch eine weitere Verkehrsuntersuchung vorgenommen werden, heißt es auf Anfrage. Das Vergabeverfahren für diese Untersuchung ist für die zweite Jahreshälfte 2020 angekündigt.

Jetzt lesen

„Bei einer solchen umfassenden Verkehrsuntersuchung für Hacheney werden große Vorhaben wie beispielsweise das Leichtathletikstadion, der nördliche Teil der Zeche Crone und die Wohnungsbauvorhaben an der ehemaligen EAE und an der Alten Feuerwache eine Rolle spielen“, so Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund.

Greifbar ist lediglich eine Ampelanlage

Zudem würden Änderungen im Straßennetz betrachtet. Dazu gehörten eine geplante Straße an der Zeche Crone, eine Abbindung des Hacheneyer Kirchwegs und andere Ideen.

Aber was könnte zeitnah für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Hacheney sorgen? Nicht viel. Zurzeit wird die technische Realisierbarkeit einer Ampelanlage an der Kreuzung Glückaufsegenstraße / Hacheneyer Straße geprüft.

Jetzt lesen

Obwohl diese, laut dem „kleinen Verkehrsgutachten“, eigentlich nicht notwendig sei. Denn durch die Verkehrsuntersuchung sei festgestellt worden, dass der Verkehr durch die neue Klinik im Bereich der Hacheneyer Straße mit rund 250 Kraftfahrzeug-Fahrten am ganzen Tag, als Summe aus Hin- und Rückwegen, keine wesentliche zusätzliche Belastung des Umfelds bedeuten würde.

Nachzulesen ist das in dem kompletten „kleinen Verkehrsgutachten“ zum Klinikneubau auf der Internetseite des Stadtplanungs- und Bauordnungsamts.

Lesen Sie jetzt