Gute Aussichten für Freizeitpark auf Zeit an den Westfalenhallen

hzSchausteller-Pläne

Dortmunds Schausteller wollen aus der Corona-Not eine Tugend machen: Weil Kirmessen weiter verboten sind, wollen sie einen Freizeitpark auf Zeit schaffen. Die Chancen dafür stehen gut.

Dortmund

, 03.06.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die politische Mehrheit steht schon einmal: Sowohl SPD als auch CDU versprechen den Dortmunder Schaustellern Unterstützung für ihre Pläne, einen Freizeitpark auf Zeit zu schaffen.

Denn: Kirmessen und Jahrmärkte sind als Großveranstaltungen bis Ende August verboten. Der Betrieb von Freizeitparks ist dagegen unter strengen Hygienevorschriften nach der Corona-Schutzverordnung schon wieder erlaubt.

Temporärer Freizeitpark an den Westfalenhallen

Also soll ein Freizeitpark auf Zeit eingerichtet werden, schlägt der Schaustellerverein Rote Erde vor. Rund um die Westfalenhallen sollen auf einem 60.000 Quadratmeter großen Gelände rund 30 Karussells und Fahrgeschäfte vom Riesenrad bis zur Wildwasserbahn Spaß bieten.

Rund um die Westfalenhallen soll ein Freizeitpark auf Zeit aufgebaut werden.

Rund um die Westfalenhallen soll ein Freizeitpark auf Zeit aufgebaut werden. © Hans Blossey

Das Ganze funktioniert wie ein fester Freizeitpark: Das Gelände ist eingezäunt. Man zahlt einmal Eintritt und kann dafür einen ganzen Tag lang beliebig oft die Fahr-Angebote nutzen. So kann auch kontrolliert werden, dass entsprechend den Corona-Schutzregeln nicht zu viele Menschen auf einmal auf dem Gelände sind.

Die Preiskalkulation der Schausteller ist noch nicht ganz abgeschlossen. Der Spaß könnte wie in festen Freizeitparks um die 30 Euro kosten, schätzt Organisator Patrick Arens. Immerhin wird auch mit Kosten im „siebenstelligen Bereich“, also über eine Million Euro, kalkuliert.

Geplanter Start am 28. Juni

Die Zeitplanung steht dagegen bereits: Öffnen soll der Freizeitpark auf Zeit erstmals am 28. Juni, dauern soll er voraussichtlich bis zum 11. August - also die Zeit der Sommerferien abdecken.

Unterstützung haben die Schausteller dafür nicht nur aus der Politik, sondern auch bei den Westfalenhallen und in der Stadtverwaltung. „Das ist ein absolut spannendes und zukunftsweisendes Format“, stellt Rechtsdezernent Norbert Dahmen fest. Er steht in engem Kontakt mit den Landesbehörden, um die Grundlagen für eine Genehmigung auch unter Corona-Gesichtspunkten zu schaffen.

Stadt hofft auf baldige Rechtssicherheit

Das jüngste Schreiben aus dem Gesundheitsministerium stimmt ihn dabei optimistisch. „Ich bin hoffnungsvoll, dass wir in der nächsten Woche Rechtssicherheit haben“, sagte Dahmen am Dienstag (2.6.) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. „Hygienetechnisch ist das aus meiner Sicht machbar.“

Ein Hygienekonzept hat Arens dazu bereits vorgelegt, das Brandschutzkonzept folgt unmittelbar. Eine paar Wochen werde die Genehmigung wohl dauern, schätzt Norbert Dahmen. Ganz aussichtslos ist der erhoffte Start am 28. Juni damit aber wohl nicht.

Davon unberührt sind Überlegungen für eine Nostalgiekirmes im Westfalenpark und ein Riesenrad am Phoenix-See, für die es ebenfalls politische Unterstützung gibt.

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