Bau einer H-Bahn-Verbindung nach Huckarde: „Sportlich, aber nicht unmöglich“

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Die Huckarder Bezirksvertreter wünschen sich zur IGA 2027 eine H-Bahn-Verbindung zur Kokerei Hansa. „Undenkbar“, hieß es noch Anfang des Monats. Jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Huckarde

, 22.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine mögliche H-Bahn-Verbindung über Dorstfeld und das HSP-Gelände bis hin zum Hafen soll in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden. Entscheidend sind dabei der Bedarf, der die Investitions- und Betriebskosten rechtfertigt, sowie die technische Durchführbarkeit des Baus.

Mit dem HSP-Gelände als zukünftigem Sitz der Fachhochschule und der Speicherstraße am Hafen als künftiger Standort eines Digitalcampus stehen die Chancen für ein positives Ergebnis nicht schlecht.

Die Huckarder Bezirksvertreter sehen auch anderswo Bedarf und schickten nach ihrer letzten Sitzung (4.3.) den Wunsch nach einer Verbindung zur Kokerei Hansa oder sogar bis nach Kirchlinde in den Rat der Stadt Dortmund.

H-Bahn ist auf Aufholjagd

„Eine Anbindung Huckardes oder Kirchlindes mit der H-Bahn ist schon aufgrund der Länge der Strecke für uns nicht denkbar“, teilte DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth Anfang März auf Anfrage mit. Doch nun zeigt sich H-Bahn-Geschäftsführer Elmar Middeldorf offen gegenüber der Anbindung.

„Wie lang die Strecken letztlich wären kann ich ohnehin zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen“, erklärt er. Die Machbarkeitsstudie sei noch nicht so weit fortgeschritten, die Strecke nach Kirchlinde werde derzeit nicht geprüft.

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Der Vorteil der H-Bahn sei jedoch, dass ihre Streckenführung höher liege und sie somit kreuzungsfrei fahren könne. Ein Pfahl der H-Bahn benötige zudem nur circa einen Quadratmeter Platz.

„Die H-Bahn war vor 36 Jahren ihrer Zeit voraus, aber jetzt ist sie im Kommen“, sagt Middeldorf. Dank Voll-Automatisierung seien die Betriebskosten gering. Zudem fahre sie nahezu störungsfrei und sei zu 99 Prozent verfügbar.

Bachelorarbeit oder politische Entscheidung können helfen

Der Streckenbau der H-Bahn koste 15 bis 20 Millionen Euro pro Kilometer. Längere Strecken seien günstiger, da man nur einmal die Technik einbauen müsse. Dass die Strecke nach Kirchlinde lang wäre, sei also kein Nachteil.

Aber ist der Bedarf groß genug? Die Kokerei Hansa ist zentraler Ort der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027, zudem soll dort der Energie-Campus entstehen. In Kirchlinde befinden sich ein Krankenhaus und ein Schulzentrum.

Die Kokerei Hansa spielt eine große Rolle bei der IGA 2027.

Die Kokerei Hansa spielt eine große Rolle bei der IGA 2027. © (A) Markus Bollen

„Wenn es über eine Rats-Entscheidung zu einer Machbarkeitsstudie kommt, können wir die Strecke prüfen“, sagt Elmar Middeldorf. „Eine kostengünstige Alternative wäre eine entsprechende Bachelorarbeit, die uns schon in einem anderen Fall eine gute Grundlage gegeben hat.“

Middeldorf schließt einen künftigen Ausbau der H-Bahn bis nach Huckarde oder Kirchlinde nicht aus. Ob es bis zur IGA 2027 klappen könne, sei unklar. „Wenn jetzt die Entscheidungen fallen und man sich sputet, ist es sportlich, aber nicht unmöglich.“

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