„Haben uns für Dortmund geschämt“: Treppe in Phoenix-See-Nähe in miserablem Zustand

hzVerdreckte Treppe

Eine verdreckte Treppe nahe dem Phoenix-See macht Anwohnernin Christa G. (65) Sorge. Schnapsflaschen und Kippenstummel liegen herum, Ratten gibt’s auch. Wer zuständig ist, scheint unklar.

von Rebekka Antonia Wölky

Hörde

, 02.08.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben dem Haus am Steinkühlerweg 25 verbindet eine schmale Treppe die Straßen Steinkühlerweg und Am Remberg. Sie ist eine beliebte Abkürzung zum Phoenix-See. Auch die Bushaltestellen Am Remberg und Seehöhe verbindet der Weg miteinander. Darum wird er unter anderem von vielen Schulkindern genutzt.

Christa G. (65) und ihr Ehemann haben eine Eigentumswohnung am Steinkühlerweg gekauft, um ihren Alterswohnsitz nach Hörde zu verlegen. Der Neubau, in dem sich die Wohnung befindet, liegt nur wenige Häuser von dieser Treppe entfernt.

Aber der Zustand des Verbindungsweges macht Christa G. Sorgen: Nicht nur, dass Teile des Weges von Pflanzen überwuchert sind. Die Treppe ist verdreckt, es liegen Taschentücher und Zigarettenpackungen herum, und auch Scherben von weggeworfenen Bier- und Schnapsflaschen. „Das ist nicht nur für Kinder gefährlich“, sagt Christa G. Vor dem von Gestrüpp überwucherten Seiteneingang des Wohnhauses liegt ein verwaister Besenstiel. „An dieser Stelle habe ich vor Kurzem sogar eine Ratte gesehen“, sagt Christa G.

Unklare Zuständigkeiten

Über den Zustand der Treppe hat sie mit Hilfe der App „Dreckpetze“ die EDG informiert. Über die App können Bürger vermüllte Orte in der Stadt melden. Die EDG sei aber für genau diesen Bereich nicht zuständig, hieß es in der Antwort der App. Die Beschwerde wurde an das Tiefbauamt weitergeleitet. Das wiederum teilte Christa G. mit, es sei zwar für die Treppe selbst, nicht aber für die Grünbereiche rechts und links davon zuständig. Denn die fallen in private Zuständigkeiten der Eigentümer der angrenzenden Grundstücke.

„Haben uns für Dortmund geschämt“: Treppe in Phoenix-See-Nähe in miserablem Zustand

Im Gebüsch neben dem Weg liegen kaputte Glasflaschen und Zigarettenpackungen. © Rebekka Wölky

„Die Schnittstellen zwischen den Verantwortungsbereichen sind wohl nicht eindeutig“, stellt Christa G. fest. „Wenn direkt an der Treppe private Grundstücke angrenzen, sollten die Eigentümer aufgefordert werden, für Sauberkeit zu sorgen.“ Denn auch neben dem Weg häuft sich der Müll. „Und die Treppe zwei- bis dreimal im Jahr fegen zu lassen, sollte doch eigentlich auch möglich sein“, findet sie.

Stadt hat bisher noch nicht geantwortet

Auffällig findet die 65-Jährige der Unterschied zwischen dieser Treppe und einer neuen auf der anderen Seite der Straße Am Remberg, die weiter hinunter zum See führt. „Unten hui, oben pfui. Kaum zwanzig Meter weiter beginnt das Imageprojekt Phoenix-See. Da ist alles vom Feinsten“, sagt sie.

Kürzlich bekamen sie und ihr Mann Besuch aus München. „Wir wollten unseren Freunden den Phoenix-See zeigen und sind die Treppe hinuntergegangen“, erzählt sie. „Als wir gesehen habe, wie viel Müll dort herumliegt und wie ungepflegt der Weg ist, haben wir uns sehr für die Stadt Dortmund geschämt.“ Auf eine Anfrage dieser Redaktion antwortete die Stadt bis Donnerstag (1.8.) nicht.

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