Hacheney: Ein Stadtteil mit zu wenig Platz und vielen Problemen

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Seit Jahrzehnten gibt es im Dortmunder Stadtteil Hacheney ungelöste Verkehrsprobleme und eine provisorische Ausfahrt der B54. Neue Pläne für die Zukunft besorgen die Anwohner.

Hacheney

, 19.12.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hacheney ist eine Sackgasse. Hacheney ist klein, Hacheney ist jeden Tag Anlaufstelle für hunderte Schüler. Hacheney wird noch weiter bebaut. Hacheney hat eine B54-Ausfahrt, die nicht für den vielen Verkehr ausgelegt ist und die es gar nicht mehr geben sollte.

Eine Klinik und eine neues Wohngebiet werden hier neu entstehen. Ein Leichtathletik-Stadion ist bald fertig.

Gebaut und geplant wird in Dortmund an vielen Stellen, im Stadtteil Hacheney allerdings werden die Veränderungen verhältnismäßig gravierende Auswirkungen haben.

Der Verkehr ist das große Sorgenkind

Das jedenfalls befürchten Anwohner. Angelika von Waldow, Iris Brüggemann und Inge Petri sind Teil einer Bürgerinitiative, die sich 2011 formiert hatte.

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Damals protestierten sie gegen die Ansiedlung der Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) für Geflüchtete an der Glückaufsegenstraße. „Nicht wegen der Menschen“, sagt Petri, „sondern wegen des Verkehrs und um die Menschen besser zu unterstützten“.

Hacheney: Ein Stadtteil mit zu wenig Platz und vielen Problemen

Blick auf Hacheney Ende der 1950er von der Halde der Zeche Crone in Richtung Phoenix-West © Archiv Willi Garth

Die EAE ist seit Ende 2016 Geschichte. Der Verkehr ist aber noch da, in den kommenden Jahren wird er vermutlich nicht weniger angesichts der Bauprojekte.

Noch bis in die 1960er-Jahre hinein bestand Hacheney aus der Siedlung an der Massenezstraße, einigen Höfen an der Hacheneyer Straße, ein paar Gärten im Pferdebachtal vor Phoenix-West und der Halde der alten Zeche Crone.

B54-Ausfahrt ist seit 60 Jahren ein Provisorium

1959 kam die Anschlussstelle der B54 hinzu, die damals als Provisorium zur Bundesgartenschau gebaut wurde. Die Anschlussstelle gibt es noch heute.

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Danach kamen Berufskollegs, Berufsförderungswerk, Gehörlosenschule, neue Siedlungen, ein Baumarkt auf dem Zechengelände, aber keine neuen Verkehrskonzepte. „Das Gelände ist ausgebaut worden, aber hier hat sich nichts geändert“, sagt Inge Petri.

Hacheney: Ein Stadtteil mit zu wenig Platz und vielen Problemen

Iris Brüggemann (v.l.), Inge Petri und Angelika von Waldow sind Mitglieder der Bürgerinitiative Hacheney. © Michael Nickel

Hacheney bestehe nur aus Sackgassen, sagt Iris Brüggemann, Vorsitzende der Bürgerinitiative. „Das ist ein unhaltbarer Zustand. Und jetzt wird wieder in dieser Größenordnung gebaut.“ Gemeint ist eine Suchtklinik für 250 Patienten und 100 Mitarbeiter. Entstehen wird sie auf dem größten Parkplatz im Stadtteil.

„Wir ersticken hier irgendwann“

Das hier ist der erste Teil einer Serie über den Stadtteil Hacheney, seine Geschichte, seine Gegenwart, seine Zukunft, seine Probleme und den langen Kampf seiner Bewohner.

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Fragen und Antworten gibt es zur B54-Ausfahrt, zu den Parkplätzen, zu den Berufskollegs, zum Stadion und zum Verkehr.

„Wir ersticken hier irgendwann“, sagt Angelika von Waldow. „Es muss ein Verkehrskonzept hier hin.“

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