Häuser evakuiert: Darum sorgte ein Rasenmäher für den Gasalarm in Oestrich

hzGasalarm in Oestrich

Austretendes Gas sorgte für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Fünf Häuser wurden evakuiert. Ein Rasenmäher hatte eine Gasleitung gekappt. Wie konnte das passieren?

Oestrich

, 27.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Austretendes Gas sorgte am Dienstag (20. August) für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Dortmund-Oestrich. Fünf Häuser wurden evakuiert. Ein Rasenmäher hatte einen aus dem Gras ragenden Gasstutzen gekappt. Netzbetreiber Donetz sperrte die Leitung ab. Nach einer Stunde durften die Anwohner zurück in ihre Wohnungen.

Sieben Tage später weist nur noch eine rund zwei Quadratmeter große Grube vor den Häusern an der Emsinghofstraße auf den Schaden hin. Tief in der Erde ist wenige Zentimeter klein der erneuerte Stutzen zu sehen. Wie aber konnte ein Rasenmäher eine Gasleitung kappen? „Es war nicht direkt die Gasleitung, die liegt tiefer“, erklärt Donetz-Sprecherin Jana-Larissa Marx.

Vorfall ist sehr ungewöhnlich

Vielmehr war es der Stutzen eines Wassertopfes. Der stammt aus der Zeit, als das Gas noch feuchter war. Sein Rohr führe normalerweise bis zu zehn Zentimeter unter die Erdoberfläche. „Unsere Vermutung ist, dass es durch Bauarbeiten zu einer Höhenveränderung gekommen ist“, erklärt Marx. Bei der letzten Überprüfung 2018 habe sich der Stutzen noch tief genug unter der Erde befunden.

Normalerweise seien die Stutzen zudem unter einer befestigten Fläche – versehen mit einer Schutzkappe wie bei einem Hydranten. Der Vorfall vom vergangenen Dienstag sei „sehr ungewöhnlich“, sagt Marx. „Vorher ist das noch nie passiert.“

Lesen Sie jetzt