Heilig-Geist investiert in Gemeindehaus und Kirche – und hofft auf Spenden

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Sie haben sich einiges vorgenommen in der Kirchengemeinde: Für mehrere Bauprojekte muss „Heilig Geist“ in Wellinghofen 136.000 Euro aufbringen. Man hofft auf Spenden von Gemeindemitgliedern.

Wellinghofen

, 05.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kirche der Wellinghofer Heilig-Geist-Gemeinde ist tagsüber geöffnet. Wer jetzt hier reinkommt, den empfangen an der inneren Eingangstür zahlreiche Blätter Papier. Sie geben Aufschluss über mehrere Projekte, die die Gemeinde an der Preinstraße angehen will – und über die Kosten, von denen die Gemeinde einen beträchtlichen Teil selbst aufbringen muss: rund 136.000 Euro.

Es sind genau genommen gleich mehrere Projekte, die die Gemeinde, die zum Pastoralverbund am Phönix-See gehört, schon bald in Angriff nehmen will.

Neuer Eingangsbereich samt neuer Rampe:

Punkt eins: Es soll einen neuen behindertengerechten Zugang zur Kirche geben. Es gibt zwar eine kleine Rampe am Eingang, aber die hat ein Gefälle von über sechs Prozent und sei somit nicht mehr zulässig.

Um diese Rampe geht es: Sie soll durch eine neue mit weniger Steigung ersetzt werden.

Um diese Rampe geht es: Sie soll durch eine neue mit weniger Steigung ersetzt werden. © Britta Linnhoff

Bei der Untersuchung der Rampe hat man festgestellt, dass die dazugehörigen Treppenanlagen aus Waschbeton bestehen. Problem: Diese Oberfläche ist offiziell nicht auf Rutschfestigkeit eingestuft – müsste sie aber, um den aktuellen Vorschriften zu genügen. Außerdem fanden die Experten zahlreiche Stolperkanten, da Stufen und Platten offenbar auseinanderdriften.

Ergebnis der Untersuchungen: Treppen- und Rampenanlage werden abgebrochen. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 40.000 Euro, das ist die Hälfte der veranschlagten Kosten.

Schimmel im Bereich der Orgel:

Punkt zwei sind Maßnahmen in der Kirche: Im Bereich der Orgel muss Schimmel beseitigt werden. „Aufgefallen ist das bei der routinemäßigen Wartung der Orgel“, berichtet Bernd Erlenhofer, Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Der Befall sei minimal, müsse aber natürlich trotzdem weg.

Im Bereich der Orgel muss Schimmel beseitigt werden.

Im Bereich der Orgel muss Schimmel beseitigt werden. © Britta Linnhoff

Bei der Gelegenheit werde man dann außerdem gleich die Reinigung der Stockmann-Orgel mit erledigen. Außerdem geplant: Die Heizung in der Kirche soll durch ein Steuerungsmodul erweitert werden. Das Raumklima sei vor allem für die wertvolle Orgel wichtig.

Neue Technik gibt es auch für einige Kirchenfenster: Die sind bisher nur durch eine Kette zu öffnen. Hier soll ein Motor eingebaut werden. Und weil das in einer Kirche auch nicht anders ist als sonst in alten Gebäuden: Die alte Elektrik verträgt sich nicht so ohne Weiteres mit den Maßnahmen und muss teils erneuert werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 83.000 Euro, die Gemeinde muss davon 41.000 Euro aufbringen.

Die Gemeinde bekommt einen neuen „Schankraum“ mit Theke

Spendenkonto:
  • Kirchbauverein der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Geist e.V.
  • Stadtsparkasse Dortmund, IBAN: DE09 4405 0199 0141 0175 94

Punkt drei betrifft das Gemeindehaus: Die Bauernstube im Gemeindehaus soll umziehen (in einen bisherigen Konferenzraum), um Platz zu schaffen für eine neue Theke. Der Eigenanteil der Gemeinde für den Umzug der Stube beträgt voraussichtlich 10.500 Euro (von 21.000 Euro).

Wenn der Umzug vollzogen ist, soll sich die alte Bauernstube in einen „Schankraum mit Theke“ verwandeln. Die alte Theke – beim Männertreff der Gemeinde und bei den Gemeindefesten ein beliebter Treffpunkt – musste schon vor einiger Zeit aus Brandschutzgründen weichen. Eigentlich hatte man sie renovieren wollen. Den Eigenanteil für den Umbau zum Thekenraum beziffert die Gemeinde derzeit auf 44.800 Euro (von 61.000 Euro).

Die Heilig-Geist-Kirche an der Preinstraße.

Die Heilig-Geist-Kirche an der Preinstraße. © Britta Linnhoff

Macht alles in allem 136.300 Euro, die die Gemeinde aufbringen muss. Bernd Erlenhofer hofft, dass „der eine oder andere sein Herz erweichen kann. Es wäre toll, wenn wir nicht die gesamte Summe in den Bau stecken müssten, sondern noch etwas Geld für unsere pastorale Arbeit übrig bliebe“.

Beim Erzbistum Paderborn sind Zuschüsse beantragt und teilweise auch schon genehmigt, sagt Erlenhofer. Die gesamten Kosten betragen rund 245.000 Euro, davon kommen als Zuschuss vom Erzbistum Paderborn voraussichtlich 108.700 Euro. Die ersten Maßnahmen könnten noch in diesem Jahr beendet werden, hofft Erlenhofer.

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