Heimatverein versorgt Kirchentags-Besucher mit Mini-Lexikon über Oespel und Kley

hzEvangelischer Kirchentag

300 Kirchentags-Gäste übernachten in den Schulen an der Kleybredde. Ein Flyer des Heimatvereins informiert sie über ihre „Urlaubsorte“ Oespel und Kley. Interessant auch für Alteingesessene.

Oespel, Kley

, 19.06.2019, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Momentan wartet der neu gegründete Heimatverein Oespel-Kley noch auf die Eintragung ins Vereinsregister. Das hält die 14 Gründungsmitglieder um den Vorsitzenden Uwe Paulukat aber nicht davon ab, erste Ideen umzusetzen. So haben die Heimatforscher eigens für die Kirchentags-Gäste, die in Oespel und Kley übernachten, einen Flyer entworfen. Quasi ein Mini-Lexikon, das viele Informationen und Tipps rund um Oespel und Kley enthält. „Damit unsere Gäste wissen, wo sie sind und erfahren, dass wir hier eine lange Geschichte haben“, sagt Uwe Paulukat.

Heimatverein versorgt Kirchentags-Besucher mit Mini-Lexikon über Oespel und Kley

Die ehrenamtliche Frühschicht empfing am Mittwochmorgen (19. Juni) in der Grundschule Am Dorney die nach und nach eintreffenden Kirchentags-Gäste. Natürlich überreichte sie den Besuchern auch die Flyer des Heimatvereins. © Beate Dönnewald

„Oespel und Kley - Die lebenswerte Seite von Dortmund“

Die Flyer-Idee hatte der Verein bereits im März, für Design und Inhalt ist Beisitzer Roy Jasper verantwortlich. „Zwei oder drei Tage habe ich dafür gebraucht“, sagt der gebürtige Oespeler. Ein Routinier, der schon so manche Festschrift und Chronik über die Doppelgemeinde erstellt hat.

„Oespel und Kley - Die lebenswerte Seite von Dortmund“: Der Titel ist eine Liebeserklärung. Aufgeklappt zeigt das Faltblatt einen nummerierten Übersichtsplan. Drunter sind die Freizeitmöglichkeiten, Gastronomie, Ärzte und Apotheken sowie die Gotteshäuser aufgelistet. Sehenswürdigkeiten auf Fotos und eine Kurzchronik komplettieren die Broschüre. Die Auflage liegt bei 2500 Exemplaren und weiteren 500 in englischer Sprache. „Auch für alteingesessene Oespeler und Kleyer lohnt sich ein Blick ins Heftchen“, sagt Roy Jasper.

60 Ehrenamtliche sind rund um die Uhr im Einsatz

Am Mittwochvormittag legten Uwe Paulukat, Roy Jasper und der stellvertretende Schriftführer, Pfarrer Robert Geßmann von der Alt-Katholischen Gemeinde, die Flyer im Foyer der Grundschule Am Dorney aus. Dort saß bereits seit 6 Uhr die ehrenamtliche Frühschicht, um die ersten Gäste zu empfangen und ihnen ihre Unterkunft in den Klassenräumen der Grund- oder der Hauptschule zu zeigen.

„Insgesamt sind für 300 Gäste 60 Ehrenamtliche an allen Tagen rund um die Uhr im Einsatz“, sagt Quartiermeister Roger Trost. Weitere Quartiermeisterin ist Heike Seidensticker.

Stammtisch und Nachtwanderung mit Grubenlampen

Die ersten Gäste waren zwei Familien aus Polen. Sie trafen um 8.15 Uhr ein und waren nach der langen Fahrt durch die Nacht ziemlich müde. Als die neuen Flyer eintrudelten, ruhten sie sich schon in ihren Schlafsäcken aus - und konnten den drei Vorstandsmitgliedern deshalb kein Feedback geben.

Weitere Pläne des Heimatvereins sind ein regelmäßiger Stammtisch und eventuell eine Nachtwanderung, am liebsten mit Grubenlampen. „Gerade für Zugezogene wie mich ist so ein Rundgang sehr interessant“, so Pfarrer Robert Geßmann.

Während des Evangelischen Kirchentags wird der Pfarrsaal der katholischen Gemeinde „Christus unser Friede“, Hedwigstraße 3, jeweils ab 21 Uhr als „Gute-Nacht-Café“ genutzt.
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