Tonnenweise Baustoff in Erde gepresst – damit Häuser nicht in Schieflage geraten

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Gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus auf einer Dortmunder Brachfläche werden Hohlräume verfüllt. 193 Tonnen Baustoff hat man in die Erde gepresst. Geplant ist der Bau von Doppelhaushälften.

Löttringhausen

, 22.04.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeden Tag verschwindet hier jede Menge unter der Erde: Der Boden unter der Brachfläche gegenüber dem alten Feuerwehrgerätehaus an der Hellerstraße ist löchrig. Die Ursache: „oberflächennaher Bergbau“, so heißt es offiziell. Das ist lange her, aber die Löcher sind noch da. Damit hier irgendwann gebaut werden kann, müssen die Löcher verschwinden – damit die Häuser nicht in Schieflage geraten.

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Seit Ende Februar schon sind die Mitarbeiter der Firma Grundbau aus Essen bei der Arbeit. Die Untersuchungen des Bodens auf Hohlräume haben bereits im vergangenen Jahr, 2019, stattgefunden. Nun also wird verfüllt. 193 Tonnen des Baustoffs habe man seit Februar in die Erde gepresst, teilt die Essener Firma auf Anfrage mit. Das seien rund 250 Kubikmeter.

In dem großen grünen Behälter ist sogenannter Trockenbaustoff. Mit Wasser vermischt, wird der in die Erde gepresst, um die Hohlräume zu verfüllen.

In dem großen grünen Behälter ist sogenannter Trockenbaustoff. Mit Wasser vermischt wird der in die Erde gepresst, um die Hohlräume zu verfüllen. © Britta Linnhoff

In einem riesigen, grünen Behälter befindet sich Trockenbaustoff, der später – mit Wasser vermischt – die Löcher stopfen soll. Man kommt voran, in Essen rechnet man damit, Ende dieser Woche (24. April) fertig zu werden.

Bis die geplanten Häuser dort stehen, wird es noch dauern. Axel Fischer-Neuhoff gehörte das Gelände an der Ecke Heller-/Schneiderstraße. Er hat verkauft. Die Baugenehmigung liege dem Eigentümer vor, sagt er. Geplant seien mehrere Doppelhaushälften. Die Stadt bestätigt die Pläne. Es gebe Baugenehmigungen für ein Einzelhaus und fünf Doppelhäuser.

Das alte Feuerwehrgerätehaus an der Ecke Heller-/Schneiderstraße.

Das alte Feuerwehrgerätehaus an der Ecke Heller-/Schneiderstraße. © Britta Linnhoff

Auf dem eher beschaulichen Fleckchen Erde wird also die nächsten Jahre weiter gebaut werden. Nicht nur Häuser. Auch das altehrwürdige Feuerwehrgerätehaus mit Baujahr 1907 genügt modernen Ansprüchen schon lange nicht mehr. Im Inneren der Wache sind die Umkleide- und Sanitärbereiche nicht mehr zeitgemäß und für die künftige Ausrüstung reicht der Platz nicht aus. Es besteht Handlungsbedarf.

Hellerstraße wandert 20 Meter Richtung Süden

Künftig, so die Pläne, soll das Feuerwehrgerätehaus mit vier Einsatzfahrzeugen bestückt und für die Fahrzeuge soll eine neue Halle gebaut werden. Das Projekt gestaltet sich allerdings aufwendig: Weil es für die geplante Halle derzeit nicht genügend Platz gibt, soll die Hellerstraße weichen. Sie soll rund 20 Meter weiter Richtung Süden wandern. Im Gerätehaus soll außerdem der Sanitärbereich modernisiert werden.

Bis das alles zu sehen sein wird, muss man noch ein bisschen warten: Die Stadt peilt 2022/2023 an. Kosten für das Projekt: rund 1,7 Millionen Euro.

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