Neue Derner Mitte: „Wir haben niemanden hinters Licht geführt“

hzStreit um Stadtteil

Im Planungsprozess für die sogenannte „Neue Derner Mitte“ ist es zum Streit zwischen CDU und SPD in der Bezirksvertretung Scharnhorst gekommen. Nun meldet sich ein SPD-Vertreter zu Wort.

Derne

, 04.09.2020, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Streit der Scharnhorster Parteien zu den Planungen zur „Neuen Derner Mitte“ äußert sich Herbert Niehage (SPD) nun zur Kritik Jürgen Fockes (CDU), der der SPD vorwirft, seine Partei hinters Licht geführt zu haben.

Niehage sagt: „Ich kann mich gut erinnern, wie das Ergebnis des Workshops im März zustande kam. Obwohl Heinz Pasterny während des Workshops expressis Verbis auf das geplante Neubauvorhaben von Aldi hingewiesen hat und ich bekräftigt habe, dass die weitere Entwicklung des Standortes von privaten Investitionen abhängig sei, ist unter Leitung von Frau Professorin Reicher dieser konzeptionelle Entwurf entstanden.“

Kein gemeinsamer Beschluss

Dies sei also keineswegs ein gemeinsamer Workshop-Beschluss gewesen. Im Gegenteil, auch bei den Vertretern des Flächeneigentümers RAG sei dieses Ergebnis auf Skepsis gestoßen.

Herbert Niehage (SPD) setzt sich gegen die Vorwürfe der CDU zur Wehr

Herbert Niehage (SPD) setzt sich gegen die Vorwürfe der CDU zur Wehr. © Archiv

Planungsdezernent Ludger Wilde dagegen favorisiere bereits seit 2018 eine Planung mit kleinteiligerem Einzelhandel.

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Der nun vorgelegte Strukturplan entfalte noch keine rechtlichen Verbindlichkeiten, sondern sei letztlich von weiteren Beschlussfassungen abhängig, hier müsse nun sensibel geprüft werden, ob sich der sogenannte Strukturplan überhaupt wirtschaftlich darstellen lasse. Niehage: „Denn es wird sich bewahrheiten, was ich auch im Workshop gesagt habe: keine Entwicklung ohne private Investitionen.“

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