Hier bekommen Obdachlose in Dortmund in der Corona-Krise Hilfe

Coronavirus

Obdachlose sind besonders stark von der Corona-Krise betroffen. Stadt, Hilfeorganisationen und private Spender haben jetzt ein Hilfspaket für Wohnungslose in Dortmund auf den Weg gebracht.

Dortmund

, 01.04.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen Gabenzaun für Obdachlose und andere Hilfsbedürftige gibt es auch zu Füßen des U-Turms nahe der Rheinischen Straße.

Einen Gabenzaun für Obdachlose und andere Hilfsbedürftige gibt es auch zu Füßen des U-Turms nahe der Rheinischen Straße. © Oliver Volmerich

Nicht mehr aus der Wohnung zu dürfen ist ein Problem in Corona-Zeiten, gar keine Wohnung zu haben ein noch viel Ärgeres. Weil viele Einrichtungen aus der Obdachlosenhilfe, vom Gast-Haus bis zur Kana-Suppenküche, ihre Arbeit einschränken mussten oder geschlossen sind, sind Wohnungslose besonders von der Corona-Krise betroffen.

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Oft sind es spontane private Hilfen, die für Ersatz sorgen - wie die Gabenwände im Park am Ostwall und zu Füßen des U-Turms. Stadt, Hilfsorganisationen und private Helfer haben sich jetzt aber auch auf einen Notfallplan verständigt, der Hilfe für Obdachlose koordinieren soll.

Lunchpakete und warme Suppe

Eines der wichtigsten Themen dabei ist die Essensversorgung. Sie soll in Kooperation von Gast-Haus, Diakonie und dem Team Wärmebus (von Maltesern, Katholischer Stadtkirche und der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft) sichergestellt werden. Mitarbeiter der Stadt unterstützen die Essensausgabe

Das Gast-Haus und die Gastro-Initiative Dortmund spenden Lunch-Pakete. Der Wärmebus versorgt die Menschen an jedem Abend auf dem Nordmarkt und am Parkplatz am Dortmunder U mit einer heißen Suppe, gespendet von der St.-Johannes-Gesellschaft.

Da sind die Ausgabestellen für Essenspakete:

  • Gast-Haus, Rheinische Straße 22, täglich ab 9 Uhr
  • Wichernhaus, Stollenstraße 36, täglich ab 9 Uhr
  • Kooperation Wärmebus, Nordmarkt und Parkplatz Dortmunder U, montags bis freitags 17.30 Uhr
  • Jordan Treff, Franziskanerstraße 1, montags bis freitags ab 9 Uhr
  • Streetwork Jugendamt, Leopoldstraße 22, mittwochs ab 11 Uhr
  • Tafel Haydnstraße und Osterlandwehr
  • Café Kick, Hoher Wall 9-11, Eingang Grafenhof, täglich ab 10 Uhr

Angebote zur ärztlichen Versorgung gibt es im Gast-Haus an der Rheinischen Straße, montags von 16 bis 19 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8 bis 11 Uhr.

Hier stellen der ärztliche Dienst des Gesundheitsamtes und die Krankenschwestern der Diakonie die medizinische Versorgung der Wohnungslosen sicher.

Ein weiteres Angebot gibt es an der Bornstraße 239 von Montag bis Donnerstag zwischen 9.30 und 11.30 Uhr.

Beratung und Duschen

Weiterhin geöffnet ist auch die Zentrale Beratungsstelle der Diakonie an der Rolandstraße 10. Hier gibt es Schließfächer, Postlagerung und Duschmöglichkeiten. Und es werden Schlafsäcke und wärmende Unterwäsche ausgegeben (geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Mittwoch 8 Uhr bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr).

Das Café Kick der Drogenhilfe im Hof des Gesundheitsamts am Hohen Wall bietet in einschränktem Umfang ebenfalls Duschmöglichkeiten (Montag, Mittwoch bis Samstag von 10 bis 15 Uhr, Dienstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr).

Aufruf zu Spenden

  • Zu Spenden für die Wohnungslosen-Hilfe ruft auch der Evangelische Kirchenkreis Dortmund auf.
  • Spenden sind willkommen unter dem Stichwort: Nothilfe Wohnungslose auf dem Konto: Sparkasse Dortmund, IBAN: DE90440501990001777777.
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